1.Labor am IST Austria eröffnet

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Auf dem Campus des Institute of Science and Technology (IST) Austria in Maria Gugging (Klosterneuburg) ist am Mittwoch das erste Laborgebäude eröffnet worden.

Das Bertalanffy Foundation Building ist nach dem Pharmaunternehmer Peter Bertalanffy benannt, dessen Invicta Privatstiftung dem IST Austria einen Betrag von zehn Mio. Euro gespendet hat. IST-Austria-Präsident Thomas Henzinger: “Eine Dimension, die sprachlos macht.”

Das neue Laborgebäude markiere den Beginn der experimentellen Forschung am IST Austria und sei daher ein ganz besonderer Meilenstein in der Entwicklung der wissenschaftlichen Arbeit, zeigte sich Henzinger dankbar und verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass nun “hoffentlich eine neue Ära der privaten Wissenschaftsförderung in Österreich eingeleitet” würde. Henzinger gab weiters bekannt, dass drei neue Professoren am IST Austria ihre Arbeit aufnehmen werden: Die Biophysiker Tobias Bollenbach (ab November 2010) und Gasper Tkacik sowie der Computergrafiker Chris Wojtan (beide ab Frühjahr 2011). Somit wird sich die Gesamtzahl der IST-Professoren auf 14 erhöhen. Mit Jahresende 2010 werden insgesamt 120 Wissenschafter am IST tätig sein.

Bertalanffy bekannte sich zur Grundlagenforschung und ortete Modernität und Aufbruchsstimmung am IST Austria, “in einem Land, wo Visionäre nicht gerade in Scharen herumlaufen”. In diesem Zusammenhang äußerte Bertalanffy auch Kritik an Finanzminister Josef Pröll (V), dem er mangelnde Gesprächsbereitschaft gegenüber den österreichischen Universitäten vorwarf. Das IST Austria sei “durchaus vergleichbar mit einem Campus einer großen amerikanischen Universität”, meinte Bertalanffy, er selbst sei “ein bissl stolz, einen Beitrag dazu geleistet zu haben.” Potenzielle Sponsoren sollten seinem Beispiel folgen, so der Unternehmer.

Zufriedene Zwischenbilanz zog Landeshauptmann Erwin Pröll (V): Alles, was begonnen wurde, sei auf einem guten Weg. Dieser Weg müsse auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten fortgesetzt werden: “Wo geforscht wird, liegt die Zukunft”. Die großzügige Spende Bertalanffys bezeichnete er als einen Schritt, “der sich vielfach verzinst, nicht nur im monetären Bereich”.

Die Baukosten des Labors in Höhe von 20 Mio. Euro wurden vom Land NÖ finanziert. Sieben Forschergruppen beginnen bereits mit ihrer Arbeit, drei weitere Gruppen können noch einziehen. Das viergeschoßige, von den Architekten ARGE Maurer – Neumann + Partner entworfene Gebäude mit vorgehängter Glasfassade ist 18 Meter hoch und mit dem Haupthaus über eine Brücke verbunden. Bis Spätsommer 2012 soll ein weiteres Laborgebäude bezugsfertig sein, für welches unmittelbar nach Eröffnung des Bertalanffy Foundation Building der Spatenstich erfolgte.

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