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Erstes Kind (5 Jahre alt) am Coronavirus erkrankt

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Symbolbild / Themenbild ©CHARLY TRIBALLEAU / AFP
Auch der Kindesvater ist infiziert. Wahrscheinlich sind auch die restlichen Familienmitglieder infiziert. Ein Überblick über die rund 10.000 Fälle weltweit.

Jetzt hat sich erstmals auch ein Kind im deutschsprachigen Raum mit dem Coronavirus infiziert. Es handelt sich laut der deutschen "Bild"-Zeitung" um ein fünfjähriges Kind. Das älteste Kind von mehreren.

Die Patienten stammen aus dem bayerischen Siegsdorf im Landkreis Traunstein. Die Familie wurde unter Begleitschutz von mehreren Helfern mit Schutzmasken ins Krankenhaus nach Trostberg gebracht. Laut ärztlichen Informationen gibt es neben dem fünfjährigen Kind noch einen Säugling im Alter von 6 Monaten und ein weiteres Kind unter 5 Jahren. Der Vater arbeitet für die vom Coronavirus betroffene Firma Webasto.

Arzt: "Wohl ganze Familie infiziert"

Prof. Dr. Glück, Leiter Innere Abteilung der Klinik Trostberg, gibt Auskunft über den Gesundheitszustand der Familie: „Der Gesundheitszustand ist bei allen stabil. Gerade die Kinder sind milde erkrankt. Wir haben zwei bestätigte Familienmitglieder, gehen aber davon aus, dass die ganze Familie infiziert ist.“

Mindestens fünf Familienmitglieder zeigen grippale Symptomen. Bislang ist die Coronavirus-Erkrankung nur beim Vater und bei seinem fünfjähriges Kind bestätigt. Zu dem Geschlecht des Kindes wurden keine Angaben gemacht. Die Testergebnisse für die weiteren Familienmitglieder stehen noch aus.

Deutsche Firma soll Impfstoff gegen das Coronavirus finden

Die Tübinger Biotechfirma CureVac soll eine führende Rolle bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus übernehmen. Dafür bekommt das Unternehmen zusätzliche Gelder. Über die internationale Impfstoffinitiative CEPI (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations), an der auch Deutschland beteiligt ist, werde CureVac 8,3 Millionen US-Dollar (rund 7,5 Millionen Euro) "für die beschleunigte Impfstoffentwicklung und -herstellung sowie klinische Studien" erhalten, hieß es am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung beider Seiten und des Bundesforschungsministeriums in Berlin.

"Wir entwickeln gerade einen Impfstoff, der nach erfolgreichen präklinischen Studien rasch in klinischen Studien am Menschen getestet werden könnte", sagte CureVac-Vorstand Mariola Fotin-Mleczek am Freitag. Innerhalb von 16 Wochen soll das gelingen. "Das Corona-Virus beunruhigt in diesen Tagen viele Menschen. Die Entwicklung eines Impfstoffes ist ein äußerst wichtiger Beitrag, die Erkrankung einzudämmen", sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU).

Forschungsinstitute rund um den Globus suchen mit Hochdruck nach einem Impfstoff gegen das neue Coronavirus. Auch in Deutschland arbeiten mehrere Wissenschaftler daran, etwa am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF). Es dauere mindestens ein Jahr bis klar ist, ob ein Mittel wirkt und sicher ist, schätzt Stephan Becker, Direktor des Instituts für Virologie an der Philipps Universität Marburg und Koordinator des Forschungsbereichs Neu auftretende Infektionskrankheiten am DZIF.

Bis Freitagabend Pekinger Zeit waren weltweit mehr als 9800 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. 213 Todesfälle wurden registriert, alle davon in China, wo das neuartige Virus seinen Ausgang genommen hat. Ein Überblick:

Alle Infizierten auf einen Blick (Stand: 18.45 Uhr - 31.01.2020)

Bis Freitagabend deutscher Zeit waren weltweit mehr als 9800 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. 213 Todesfälle wurden registriert, alle davon in China, wo das neuartige Virus seinen Ausgang genommen hat. Ein Überblick:

— China: 9692 Fälle im chinesischen Kernland, 12 in Hongkong, 5 in Macao

— Thailand: 19

— Japan: 16

— Singapur: 16

— Südkorea: 11

— Taiwan: 10

— Malaysia: 8

— Australien: 7

— Vereinigte Staaten: 6

— Frankreich: 6

— Deutschland: 6

— Vietnam: 5

— Vereinigte Arabische Emirate: 4

— Kanada: 3

- Russland: 2

— Italien: 2

— Großbritannien: 2

— Indien: 1

— Philippinen: 1

— Finnland: 1

— Nepal: 1

— Kambodscha: 1

— Sri Lanka: 1

— Schweden: 1

Deutsche Forschungsministerin ruft zu Besonnenheit auf

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zur Besonnenheit aufgerufen. Es sei verständlich, dass das Virus viele Menschen in Deutschland mit Sorge erfülle, wenn man sich die schnell steigenden Zahlen ansehe. Trotzdem könne sie nur immer wieder sagen: "Wir müssen besonnen bleiben, und wir werden uns ganz gezielt auf die wissenschaftlichen Fakten konzentrieren." International werde an verschiedenen Stellen an der Entwicklung eines Impfstoffs gearbeitet.

Neue Verdachtsfälle in Österreich

Am späteren Freitagnachmittag vermeldeten die Salzburger Landeskliniken zwei weitere Corona-Verdachtsfälle. Es handelt sich ein Paar im Alter von 30 und 31 Jahren. Sie ist Chinesin, er Österreicher. Die beiden waren in Shanghai auf Heimaturlaub, sagte Kliniken-Sprecher Wolfgang Fürweger zur APA. Beide sind mit leichten Atembeschwerden bei der internen Notaufnahme erschienen.

Aus Sicherheitsgründen wurde das Paar auf die Isolierstation gebracht. Die Proben wurden in die Virologie nach Wien geschickt.

(APA)

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