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1.000 Zimmer für türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan

Erdogan lässt für rund 275 Millionen Euro seinen persönlichen Palast errichten
Erdogan lässt für rund 275 Millionen Euro seinen persönlichen Palast errichten ©Twitter / @RabaaHeros (Screenshot)
1000 Zimmer auf 210.000 Quadratmeter für 275 Millionen Euro. Das sind nicht etwa die Eckdaten für ein gigantisches Hotelprojekt, sondern jene für ein Einfamilienanwesen. Der türkische Präsident Erdogan setzt sich mit dem Bau eines "bescheidenen" Palastes selbst ein Denkmal.

“Ak Saray”, so die türkische Bezeichnung für Erdogans “Weißen Palast”. Präsident Recep Tayyip Erdogan wird am wichtigsten Nationalfeiertag („Tag der Republik“, 29. Oktober 2014) mit seiner Familie die tausend Zimmer seines Anwesens in der Nähe von Ankara beziehen. Laut türkischen Medienberichten habe der Bau umgerechnet 275 Millionen Euro gekostet.

Mit der Errichtung des Protz-Palastes lässt er so manche Königsresidenz fast mickrig erscheinen. So zum Beispiel den Buckingham Palace der Queen mit seinen 77.000 Quadratmetern und 775 Räumen.

Keine Grenzen

Vergleicht man diese Bausumme mit dem durchschnittlichen Jahreseinkommen eines türkischen Bürgers, das bei etwa 8.600 Euro liegt, erscheinen diese Kosten noch abstrakter. Hinzu kommt, dass Erdogan das Gebäude ohne Genehmigung auf dem Gelände des unter Denkmal- und Naturschutz stehendem Atatürk-Forsts errichten hat lassen. Türkeis Präsidenten scheinen Gesetzeswidrigkeiten und Korruptionsvorwürfe wenig zu tangieren. „Sollen sie doch versuchen, es abzureißen. Ich werde das Gebäude eröffnen und ich werde da einziehen”, so Erdogan.

Amtssitz für Ministerpräsident

Zu Baubeginn im Jahr 2011 sollte das Anwesen noch als Amtssitz für den Ministerpräsidenten errichtet werden. Aber schon damals kristallisierte sich heraus, dass nur Erdogan Hausherr werden sollte. In seiner Funktion als Präsident, welche er im Sommer dieses Jahres erlangte, wird er sich das Anwesen nunmehr noch einmal weniger nehmen lassen. (red/rl)

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