Zahlen und Fakten zum Opernball 2016: Abschied, Premieren und Preise

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Der Ball der Bälle rückt näher.
Der Ball der Bälle rückt näher. - © APA
Die heiße Phase ist angebrochen: Die Vorbereitungen für den 60. Wiener Opernball gehen in den Endspurt. Spätentschlossene Tanzwillige haben leider Pech, denn die Staatsoper ist für Donnerstag gänzlich ausverkauft. Hier finden Sie einige interessante Zahlen und Fakten rund um den diesjährigen Ball der Bälle.

Mit dem Umbau des Zuschauerraumes wurde am Dienstag begonnen – dieser erfolgt innerhalb von 30 Stunden. Zu Spitzenzeiten sind dabei bis zu 350 Fach- und 150 Hilfsarbeiter im Einsatz.

Der Rückbau der Räumlichkeiten erfolgt schneller – nämlich in 21 Stunden. Er startet gleich nach Ballende, wird aber durch zwei Vorstellungen der “Zauberflöte für Kinder” unterbrochen.

Abschied für Desiree Treichl-Stürgkh

Die Ballorganisation hat heuer zum neunten – und letzten – Mal Desiree Treichl-Stürgkh inne. Wer ihr nachfolgen wird, ist noch nicht bekannt. In der Gerüchteküche wird Maria Großbauer, Ehefrau von Philharmoniker-Chef Andreas Großbauer, oft genannt. Doch weder Oper noch Großbauer wollten dies bisher bestätigen.

Als legendäre “Ballmutter” ging die mittlerweile 89-jährige Schauspielerin Lotte Tobisch in die Geschichte der Traditionsveranstaltung ein. 15 Jahre lang hatte sie für das Gelingen des Events gesorgt – zuletzt 1996. Der allererste Opernball wurde von Christl Gräfin Schönfeldt organisiert.

Einlass am Ballabend ist ab 20.40 Uhr. Die Eröffnung startet um 22.00 Uhr. Getanzt werden kann bis 5.00 Uhr früh. Die Generalprobe findet am Mittwoch, am Tag vor dem Opernball, statt. Sie beginnt um 19.30 Uhr.

Kostenfaktor Ballticket

Der Besuch ist ein teures Vergnügen. Eine Eintrittskarte kostet 290 Euro, Logen gibt es von 10.000 Euro bis 20.500 Euro. Vergleichsweise günstig sind die Tickets für die Generalprobe. Stehplätze kosten 25 Euro, Sitzplätze zwischen 30 und 60 Euro. Die Wiener Staatsoper lukriert durch den Opernball Einnahmen in Höhe von 4,6 Millionen Euro. Demgegenüber stehen Gesamtausgaben in Höhe 3,5 Millionen Euro.

Die Bundesregierung wie auch Bundespräsident Heinz Fischer haben den Ehrenschutz des Balles über. Die Politik wird dieses Mal in der Oper auch stark vertreten sein. Fischer besucht die Veranstaltung heuer zum letzten Mal als Staatsoberhaupt. Er empfängt als Staatsgast den finnischen Präsidenten Sauli Niinistö mit dessen Frau Jenni Haukio.

Auch Bundeskanzler Werner Faymann, Kanzleramts- und Kulturminister Josef Ostermayer, Sozialminister Alois Stöger sowie Staatssekretärin Sonja Steßl (alle SPÖ) haben ihr Kommen angekündigt. Vonseiten der ÖVP werden Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und Justizminister Wolfgang Brandstetter die Ministerriege vertreten.

Nur wenige Promis heuer erwartet

Mau ist bisher die Situation an der Promi-Front. Denn bisher ist nur das Kommen einiger Stars bekannt: Richard Lugner wird heuer die amerikanische Schauspielerin Brooke Shields und den niederländischen Rapper Mr. Probz an seiner Seite haben. Der französische Schauspieler Alain Delon und die ehemalige deutsche Doku-Soap-Darstellerin Helena Fürst, die zuletzt im RTL-Dschungelcamp wohnte, kommen auf Einladung der Unternehmer-Familie Wess.

In der Staatsoper gilt am Ballabend ein strikter Dresscode: Frack für die Männer und langes, großes Abendkleid für die Frauen.

Das Jungdamen- und Jungherrenkomitee, das den Ball eröffnet, besteht aus 144 Paaren. 16 Paare stehen bei Ausfällen in Reserve bereit. Heuer kommen die Debütanten aus acht verschiedenen Ländern – neben Österreich auch aus Deutschland, Italien, Russland, Polen, USA, Indien und Syrien. Die Choreografie stammt von der Tanzschule Roman Svabek, die in den vergangenen Jahren schon den Einzug und den Eröffnungswalzer verantwortete.

Kulinarisches am Opernball

Insgesamt werden sich am Ballabend 7.230 Personen in der Staatsoper aufhalten, davon 5.150 Besucher. Rund 250 Personen sind für die Sicherheit im Einsatz, 120 Musiker werden in zehn verschiedenen Bereichen aufspielen. Für die Bewirtung der Gäste sind rund 280 Personen zuständig.

Apropos Speis und Trank: Für die Gäste stehen mehr als 800 Flaschen Sekt und Champagner, 900 Flaschen Wein, 1.800 Paar Würstel, 1.000 Stück Petit fours und Sandwiches sowie circa 800 Portionen Gulaschsuppe bereit.

>> Mehr News rund um den Ball am Donnerstag.

(APA/Red.)

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