Wiener Polizei sucht Betrüger “Peter” mit “Fahndungsfoto” von Hollywood-Star

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Dieser mutmaßliche Betrüger hat ganze Arbeit geleistet – nicht nur gelang es ihm, eine Wienerin zu täuschen und um 46.000 Euro zu bringen, auch die Wiener Polizei fiel auf sein Fahndungsfoto herein. Denn das Bild von “Peter” stammt tatsächlich von einem Hollywood-Star.

46.000 Euro für den Kauf von “chinesischen Diamanten” erschlich sich ein mutmaßlicher Betrüger, der sich laut Polizeisprecher Roman Hahslinger als “Peter R.” ausgab, von einer 56-jährigen Wienerin. Die Polizei berichtete am Montag von dem Fall und gab zur Fahndung ein Bild des vermeintlichen Täters heraus, das an diverse Medien übermittelt wurde.

Schwindler “Peter” schickte Bild von Peter Marc Jacobson

Wie sich herausstellte, war man dabei jedoch ebenso wie die betrogene Dame einem Schwindel aufgesessen – denn das Lichtbild, das die 56-Jährige der Exekutive von “Peter” zur Verfügung gestellt hatte, um diesen ausfindig zu machen, zeigt Peter Marc Jacobson, einen Hollywood-Star. Jacobson ist kein Unbekannter – er war Co-Produzent der bekannten Comedy-Serie “The Nanny” und mit deren Hauptdarstellerin Fran Drescher jahrelang verheiratet.

Große Ähnlichkeit von Betrüger mit Hollywood-Star

Wie VIENNA.at im Gespräch mit Hahslinger erfuhr, hatte der mutmaßliche Betrüger “Peter”  der Wienerin ein offenbar gefälschtes Ausweisdokument mit diesem Foto Jacobsons übermittelt, um deren Vertrauen für die Überweisung des Geldes zu gewinnen.

Wie Hahslinger ausführte, müsse zumindest eine gewisse Ähnlichkeit zwischen dem Betrüger, der sich als “Peter R.” ausgab, und dem Hollywood-Star bestehen. Denn die Frau, die sich zwei Mal mit dem “falschen Peter” getroffen hatte, schöpfte keinen Verdacht an der Echtheit des Dokumentes, so der Sprecher. Nach wie vor fahndet man nun also seitens der Polizei nach einem Betrüger, der Peter Marc Jacobson ähnlich sieht. Zu einem Widerruf der Bildveröffentlichung seitens der Exekutive kam es daher nicht.

“Wir werden jetzt nach Hollywood fliegen und das überprüfen”, scherzte Hahslinger gegenüber VIENNA.at.

Update: Am Mittwoch erging dann doch der Rückruf des Bildes durch die Polizei – mehr dazu hier.

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