Verschiebung für Van der Bellen “bedauerlich, aber sachlich richtig”

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Alexander Van der Bellen meldete sich nach der Stichwahl-Verschiebung zu Wort.
Alexander Van der Bellen meldete sich nach der Stichwahl-Verschiebung zu Wort. - © APA
Die Verschiebung der zweiten Bundespräsidenten-Stichwahl ist für Präsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen “zwar bedauerlich, aber sachlich richtig”. Das sagte der frühere Grünen-Chef am Montag in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Der Wahlsieg “wird uns auch diesmal gelingen”, zeigte man sich optimistisch.

Angesichts der Panne mit den Klebestreifen hätte die Bundespräsidentenwahl am 2. Oktober nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden können, zeigte er sich überzeugt. Es wäre unerträglich gewesen, hätten sich die Wähler nicht sicher sein können, dass ihre gültig abgegebene Wahlkartenstimme auch gültig im Wahllokal ankomme. “Insofern führt kein Weg an dieser Verschiebung vorbei.

Zuversichtlicher Start in den vierten Wahlkampf

“Wir starten also jetzt in den vierten Wahlkampf”, und er könne verstehen, dass einige verärgert seien. “Wir sind überzeugt, mein Team und ich, dass wir die Wahl am 2. Oktober gewonnen hätten”, meinte er. Doch auch jetzt gelte: “Lassen wir uns nicht entmutigen, krempeln wir die Ärmel hoch, machen wir weiter, und gemeinsam werden wir die Wahl auch am 4. Dezember gewinnen.”

Die “Klebstoffpanne” könne als Symbol dafür genommen werden, was Österreich nun brauche, nämlich Zusammenhalt, so Van der Bellen. Nicht angemessen sei es, die Spaltung Österreichs voranzutreiben oder Verschwörungstheorien zu verbreiten. Abzulehnen sei auch der Verstoß der FPÖ für eine “willkürliche Einschränkung des Wahlrechts”. Van der Bellen: “Wer wählen will, muss wählen können, dieser Grundsatz ist einzuhalten.”

Als “sehr gut” bezeichnete er die geplante Aktualisierung der Wählerevidenz, damit all jene, die inzwischen das Wahlalter von 16 Jahren erreicht haben, auch ihre Stimme abgeben können. Wem die Verschiebung mehr nütze, sei eine “müßige Frage”. Die Frage nach dem Schaden für das Ansehen Österreichs beantwortete er mit einer wegwerfenden Handbewegung. Die Panne sei eben passiert, “lassen wir die Kirche im Dorf.”

>> Neuer Termin für die Stichwahl-Wiederholung

(apa/red)

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