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Umstrittene Islam-Schule in Wien: Baghajati für Deutsch als Unterrichtssprache

Die Frauenbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Carla Amina Baghajati
Die Frauenbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Carla Amina Baghajati ©APA/GEORG HOCHMUTH
Kein Ende der Debatte um Islam-Schulen, konkret um eine nicht genehmigte islamische Schule in Wien-Liesing: Die Frauenbeauftragte der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), Carla Amina Baghajati, sprach sich für eine rechtlich solide Basis und Unterricht auf Deutsch aus.
Häupl fordert Schließung
Bericht soll Verdacht erhärten

Dies äußerte Baghajati am Samstag in der Ö1-Reihe “Im Journal zu Gast”. Die ÖVP pocht auf die Schließung der Imam-Hatip-Schulen.

“Grundidee der Islam-Schulbetreiber ist richtig”

Baghajati, die auch islamische Religionslehrerin und Religionsinspektorin ist, meinte, die Grundidee der Schulbetreiber sei richtig – es brauche in Zukunft Menschen für seelsorgerische Tätigkeiten, die ihre Wurzeln in Österreich haben und auch hier ausgebildet würden. Beim Betreiberverein ortet sie Bereitschaft, “am Konzept nachzujustieren”.

ÖVP und FPÖ für eine Schließung

ÖVP-Kandidat Efgani Dönmez hingegen bestand in einer Stellungnahme gegenüber der APA darauf, dass die Imam-Hatip-Schulen unverzüglich geschlossen werden, da sie “der verlängerte Arm” des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan seien und “im krassen Widerspruch zur Integration stehen”. Die direkte und indirekte Auslandsfinanzierung gehöre massiv zurückgedrängt – “das Süßholzraspeln von Frau Baghajati wird nicht über das Faktum des ausländischen Einflusses hinwegtäuschen können”, meinte Dönmez. “Wenn die IGGÖ ernst genommen werden möchte, dann muss sie sich aus dieser Umklammerung und dem Einfluss befreien.”

“Der Islam gehört nicht nach Österreich”, betonte indes einmal mehr FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl. In einer Aussendung übte er außerdem Kritik am ORF.

(apa/red)

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