Umfangreiche Sanierung in Wien: “Die Tangente ist in die Jahre gekommen”

Die Tangente wird saniert
Die Tangente wird saniert - © APA
Alexander Walcher, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH hat weitere umfangreiche Sanierungsmaßnahmen für die Wiener Tangente angekündigt, die Anfang Februar starten sollen.

Um die Behinderungen möglichst gering zu halten, setzt man einerseits auf umfangreiche Information, aber auch neuartige Technik, wie den sogenannten “Road Zipper”.

“Road Zipper” gegen Behinderungen

“Wir müssten eigentlich den Stadlauer- und Hirschstettener Tunnel für relativ lange Zeit in eine Richtung sperren”, sagte Walcher bei einer Pressekonferenz. Doch das hauseigene Projektteam hat sich den Kopf wegen einer Alternative zerbrochen und ist auf eine Methode gestoßen, die in den USA seit Jahrzehnten in Gebrauch ist, aber in Österreich noch nie eingesetzt wurde: den “Road Zipper” oder “Quick moveable Barrier”.

Dieses 41 Tonnen schwere und 15 Meter lange Gerät kann in minutenschnelle Betonleitwände versetzen. In den Nachtstunden soll so innerhalb einer halben Stunde eine Spur abgesperrt werden, um die Tunnelwände und Stützmauern zu sanieren. 3.000 Stück der 700 Kilogramm schweren und kraftschlüssig verbundenen Betonelemente können – während der Verkehr weiterfließt – in einer halben Stunde versetzt werden. Tagsüber bleiben so zwei Fahrspuren aufrecht.

Tangente wird gesperrt

Doch ganz ohne Sperre wird man wegen der Fahrbahn- und der Tunneldeckensanierung nicht auskommen: Im Sommer werden die beiden Tunnel für sechs bis acht Wochen gesperrt, 2016 in Richtung Süden. Ab dem zweiten Ferienwochenende wird Richtung Norden ein Gegenverkehrsbereich eingerichtet, kündigte Walcher an. In diesem Zeitfenster sollte man die Tunnel am besten meiden.

Bereits Anfang Februar starten die Arbeiten zwischen Stadlau und Hirschstetten und Ende Februar wird im Kaisermühlentunnel und bei der Auffahrt zur Tangente eine Fahrspur weggenommen. Und das auf einer der mit 200.000 Kfz pro Tag meistbefahrenen Autobahnen Europas. Bis 2018 werden auf der A23 mehr als 400 Millionen Euro investiert, um u.a. die Fahrbahnen zu sanieren, die Tunnelsicherheit zu erhöhen und die Brückenübergangskonstruktionen zu erneuern.

Dass dies nicht problemlos über die Bühne gehen wird, ist den Fachleuten bewusst. Deshalb setzt man neben der klassischen Baustellenbeschilderung auf Brückentransparente, die Zusammenarbeit mit Radiosendern und ÖBB sowie Flyer.

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(APA)

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