Toter nach Messerstich in Favoriten: Anwalt spricht von Notwehr

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Der Messerstich geschah in einem Lokal in der Quellenstraße.
Der Messerstich geschah in einem Lokal in der Quellenstraße. - © APA
Am Dienstag hat sich der mutmaßliche Täter einer tödlichen Messerstecherei vergangene Woche in Wien-Favoriten gestellt. Dessen Anwalt spricht nun von Notwehr.

Er kam gemeinsam mit seinem Anwalt Mirsad Musliu (Kanzlei Rast) zur Polizei. Die Ermittler sicherten ein Überwachungsvideo der Tat in einem Lokal in der Quellenstraße. Daraus gehe hervor, dass es sich um eine “Notwehrsituation gehandelt hatte”, sagte Musliu am Donnerstag.

Dem 33-jährigen Kosovaren wird zur Last gelegt, in der Nacht auf Freitag in dem Lokal in der Quellenstraße einen 34-jährigen Polen nach einem Streit durch mehrere Messerstiche getötet zu haben.

Messerstich in Favoriten: “Es wurde ihm zu viel”

Einen 37-jährigen Landsmann des Opfers verletzte er schwer. “Aus dem Video geht klar hervor, dass mein Mandant von den zwei Opfern heftigst angegriffen wird”, sagte Musliu. “Im Zuge der Abwehrhandlungen kam es zu den Stichverletzungen”, sagte der Rechtsanwalt des Beschuldigten. Wie sich der 33-Jährige verantworten wird, war am Donnerstag noch unklar. “Es war ihm alles zu viel. Wir werden das Anfang nächster Woche in Ruhe besprechen”, sagte Musliu.

Nach der Tat war der 33-Jährige geflüchtet. Mittels internationalem Haftbefehl wurde nach dem Kosovaren gefahndet, ehe er sich selbst stellte.

(APA)

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