Strache würde als Bürgermeister Rauchverbot in Wien nicht umsetzen

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FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache sprach über seine Bürgermeister-Pläne
FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache sprach über seine Bürgermeister-Pläne - © APA
In einem aktuellen Interview nahm FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der ja nach der Wien-Wahl das Amt des Bürgermeisters anstrebt, zum jüngst beschlossenen Rauchverbot Stellung. Er könnte sich auch eine “Mariahilfer Straße alt” vorstellen.

Im Interview mit der Tageszeitung “Österreich” (Sonntagsausgabe) kündigte FPÖ-Chef Heinz Christian Strache an, als Bürgermeister das Rauchverbot in Wien nicht exekutieren zu wollen: “Ich würde als Bürgermeister diese Zwangsverordnung nicht umsetzen.”

Strache über das Rauchverbot

Stattdessen würde der FPÖ-Chef “eine Volksbefragung durchführen und bei entsprechendem Ergebnis die bestehende, vernünftige Regelung in Wien beibehalten”. Er selbst habe sich zwar, wie er dem Blatt zufolge angab, vorgenommen, “am Abend der Wien-Wahl mit dem Rauchen aufzuhören”, aber: “Ich bin für Entscheidungsfreiheit. Wer weiterrauchen will, soll das tun.”

Bürgermeister-Anspruch für FPÖ-Chef “realistisch”

Wie er in dem Interview konstatierte, sei der Anspruch auf den Bürgermeisterposten für ihn realistisch. Der FPÖ-Chef dazu: “Das ist nicht unmöglich. Es gibt Umfragen, die sehen die SPÖ mit 34 bis 36% und uns bei 31 bis 33%. Und der Wahlkampf hat noch gar nicht begonnen. Wir können Erste werden.”

MaHü “wäre relativ leicht zurückzubauen”

Eine weitere Maßnahme, die Strache als Bürgermeister treffen würde: “Auch zur Mariahilfer Straße gehören die Bürger gefragt. Die wäre ja relativ einfach wieder zurückzubauen. Derzeit ist sie außerhalb der Wochenenden eine tote Straße.”

1.500 Polizisten oder Sicherheitswache für Wien

Auch zum Thema Sicherheit unter ihm als Bürgermeister äußerte sich Strache: “Wir werden den Druck auf die Innenministerin erhöhen, Wien die zugesagten 1.500 Polizisten zu geben. Passiert das nicht, werden wir eine eigene Sicherheitswache in dieser Stärke aufstellen. Eine Sicherheitswache, die der Polizei untersteht und sie entlastet. Die sollen zu zweit in den U-Bahn-Stationen, den Parks und auf öffentlichen Plätzen patroullieren – wie das zum Beispiel in Linz funktioniert.”

Kritik an Häupl wegen 22-Stunden-Sager

Scharf kritisiert Strache Wiens Bürgermeister Michael Häupl wegen dessen Lehrer-Sager. Strache: “Die Art und Weise wie Häupl das gesagt hat, halte ich für primitiv und eines Bürgermeisters unwürdig. Es ist aber auch inhaltlich nicht korrekt. Es ist nicht fair, die Arbeit der Lehrer auf die Arbeit in der Klasse zu reduzieren.”

Alles Weitere zur Wien-Wahl finden Sie hier.

 

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