Stimmabgabe bei der BP-Wahl: Die Kandidaten haben gewählt

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Andreas Khol bei der Stimmabgabe
Andreas Khol bei der Stimmabgabe - © APA
Der amtierende Bundespräsident Heinz Fischer hat gewählt, und auch sämt­liche Kandidaten schritten bereits zur Stimmabgabe. Norbert Hofer (FPÖ) machte dabei den Anfang, Irmgard Griss bildete das Schlusslicht.

Gut gelaunt traf der FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer am Sonntag kurz nach 8.30 Uhr in Pinkafeld beim Wahllokal ein, das sich in der Musikschule im Gebäude der Neuen Mittelschule befand. Sein Ziel bei der BP-Wahl sei weiterhin die Stichwahl, sagte er den wartenden Journalisten.

Hofer will in die Stichwahl

Nach kurzem Innehalten wegen des großen Medieninteresses – er wurde bereits von mehreren Kamerateams und Fotografen erwartet – betrat Hofer, den seine Frau Verena begleitete, das Gebäude. “Grüß Gott, guten Morgen, tut mir leid, dass da so ein Wirbel ist”, begrüßte er einige Wähler, die das Schulgebäude gerade verließen.

“Ich kann nur vom Gefühl her sagen, dass es ganz gut ausschaut”, sagte Hofer nach der Stimmabgabe. Wenn er einen Vergleich zu anderen Wahlkämpfen ziehe, die er schon gemacht habe, sei die Stimmung “sehr gut” gewesen, “darum müsste auch das Ergebnis passen”. Aber, wenn man “mitten im Getriebe” sei, dann sei es ganz schwer abzuschätzen, wie es ausgeht.

FPÖ-Kandidat: “Ein inhaltlich interessanter Wahlkampf”

Wenn er in der Stichwahl sei, stünden in den kommenden Wochen viele Termine im Parlament an, darunter Plenarsitzungen und Ausschüsse, meinte der Präsidentschaftskandidat. In der Stichwahl würde er sich “immer noch” Alexander Van der Bellen wünschen, sagte Hofer. Er glaube, dass dann “ein inhaltlich interessanter Wahlkampf” bevorstünde.

Nach dem Wählen wollte Hofer in die Kirche gehen, danach gemütlich mittagessen. Dann werde er “ein bisschen in den Computer reinschauen”, ob schon erste Ergebnisse eintreffen, “und dann geht es nach Wien”, wo schon sehr viele Termine warten. Und irgendwann nach Mitternacht, schätzte er, werde er dann wieder zurück im Südburgenland sein. Nach dem Verlassen des Wahllokals stellte sich Hofer nochmals den Fotografen und meinte schließlich: “Gut, gemma’s an”, bevor er ins Auto stieg und sich der Wagen wieder in Bewegung setzte.

Khol bei Stimmabgabe zuversichtlich

ÖVP-Bundespräsidentschaftskandidat Andreas Khol hat sich bei seiner Stimmabgabe am Sonntag trotz der für ihn bescheidenen Umfragen zuversichtlich gegeben. Es gehe ihm “hervorragend”, sagte er beim Eintreffen vor dem Wahllokal in Wien-Hietzing. “Überraschung ist mein Geschäft”, sagte er zu seinen Chancen, in die Stichwahl zu kommen.

Khol, der von seiner Gattin, seiner Tochter Hemma und einer seiner Enkeltöchter begleitet wurde, meinte, er habe sich alle Umfragen angesehen. “Die merke ich mir alle und werde sie dann kommentieren”, sagte er. Er verwies darauf, dass es diesmal sehr viele spät entschlossene Wähler gebe, “so 300.000 entscheiden sich erst in der Wahlzelle”.

Vor seiner Stimmabgabe erkundigte sich Khol bei den Wahlbeisitzern nach der Wahlbeteiligung und bedankte sich für deren Arbeit. Beim Gehen kündigte er ein weiteres Treffen bei der Stichwahl an: “Auf Wiedersehen – ich meine das wörtlich.” Nach vollzogenem Urnengang plante der ÖVP-Kandidat einen Kirchgang und anschließend ein gemeinsames Mittagessen mit der Familie.
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Hundstorfer ohne Krawatte, aber mit gutem Gefühl

SPÖ-Hofburg-Kandidat Rudolf Hundstorfer ist Sonntagvormittag zwar ohne Krawatte, aber mit gutem Gefühl zur Wahl geschritten. Bei der Stimmabgabe im Wiener Amerling-Gymnasium gab es keine Überraschung: “Man wählt sich selbst.” Begleitet wurde der rote Kandidat von seiner Frau sowie von Kanzleramtsminister Josef Ostermayer (SPÖ). Den Wahltag selbst schilderte Hundstorfer als “durchaus emotional”. Man blicke auf ein langes politisches Leben zurück und sei auch “ein bisschen stolz”.

Mangelnden Fleiß will sich Hundstorfer jedenfalls nicht nachsagen lassen. Er glaube, der Kandidat gewesen zu sein, der am meisten unterwegs gewesen sei. Bis gestern 21.00 Uhr habe er Wahlkampftermine absolviert. Mit einem Scheitern im ersten Durchgang will sich Hundstorfer noch nicht befassen: “Ich habe keinen Plan B.” Bis zum Wahlschluss wird der rote Kandidat seinen Tag im privaten Umfeld verbringen. Mittag gegessen werde daheim mit Freunden, “ganz entspannt”.

 

Van der Bellen dankbar und demütig

Der Grüne Bundespräsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen hat pünktlich um 11 Uhr im Amerling-Gymnasium in Wien-Mariahilf seine Stimme abgegeben. Begleitet von Ehefrau Doris Schmidauer und beobachtet von einer großen Medienmeute gab er sich zumindest nach außen hin ruhig und gelassen. “Ich versuche, entspannt zu wirken”, meinte er lächelnd.

Zur Frage, wen er denn am liebsten als Gegner in der zweiten Runde sähe, meinte er danach in tirolerisch gefärbtem Dialekt: “Mir ist jeder und jede recht.” Er empfinde Dankbarkeit gegenüber seinen Unterstützern und Hochachtung gegenüber seinen Mitbewerbern. Besonders hob er in diesem Zusammenhang die unabhängige Kandidatin Irmgard Griss hervor, die er zuletzt bei seinem Wahlkampfabschluss noch kritisiert hatte.

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Lugner wählte …. Lugner natürlich

Baumeister und Präsidentschaftskandidat Richard Lugner hat am Sonntagvormittag kein Geheimnis daraus gemacht, für wen er diesmal gestimmt hat. “Ich werde den fünften auf der Liste wählen”, sagte Lugner umringt von zahlreichen Kameras vor der Stimmabgabe in der Mannagettagasse in Wien-Döbling.

 

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“Eine Stimme habe ich fix, leider darf meine Frau nicht wählen”, so Lugner, der von seiner deutschen Angetrauten Cathy begleitet wurde. Die Frage sei, ob ihm der Dreikampf an der Spitze Stimmen koste. Dass er vom ORF zu den Kurz-Duellen nicht eingeladen wurde, habe für zusätzlichen Zuspruch gesorgt. Lugner will den Tag im Kreis der Familie, mit Cathy und deren Tochter Leonie, verbringen.

Griss hatte bei Stimmabgabe Ausweis vergessen

Klassischer Fall von “Upsi!” – Die unabhängige Kandidatin Irmgard Griss hat bei ihrer Stimmabgabe ihren Ausweis vergessen, konnte im Wahllokal im 1. Bezirk dennoch einwandfrei identifiziert werden. Auch sie zeigte sich zuversichtlich für den Ausgang der Wahl und sieht sich angesichts des Wahlkampfes jetzt schon als Siegerin.

 

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>>Heinz Fischer rechnet bei der BP-Wahl mit hoher Wahlbeteiligung

(apa/red)

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