Stichwahlen in OÖ: 46 Bürgermeistekandidaten müssen in die zweite Runde

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In 46 Gemeinden gibt es eine Bürgermeister-Stichwahl in OÖ.
In 46 Gemeinden gibt es eine Bürgermeister-Stichwahl in OÖ. - © APA
Am Sonntag, den 11. Oktober 2015, müssen Oberösterreicher erneut wählen: In 46 Gemeinden müssen die Bürgermeisterkandidaten nämlich in die Stichwahl.

1997 wurden in Oberösterreich zum ersten Mal die Bürgermeister direkt gewählt. Seitdem steigt die Anzahl der Stichwahlen kontinuierlich. Waren es zuerst 28, gab es 2003 bereits 31 und 2009 schon 37. Heuer sind unter den 46 Gemeinden erstmals auch die beiden Statutarstädte Linz und Wels.In Eferding und St. Georgen gibt jedoch keine echte Stichwahl sondern eine Abstimmung, da keine Kontrahenten gegeneinander antreten werden. In Eferding hat der bisherige SPÖ-Bürgermeister Johann Stadelmayer nach der Wahl am 27. September erklärt, nicht weitermachen zu wollen. Er habe sein Wahlziel, im ersten Durchgang die Absolute zu holen, nicht geschafft. Der Ortschef erreichte nur 43,3 Prozent. Der 22-jährige Severin Mayr von der ÖVP, der mit 35,8 Prozent auf Platz zwei landete, ist damit einziger Kandidat. Ob die Eferdinger zu dem Jus-Studenten JA oder NEIN sagen, darüber müssen sie am 18. Oktober entscheiden.

Bürgermeister-Stichwahlen in OÖ

Auch in St. Georgen am Walde hat der amtierende SPÖ-Bürgermeister Leopold Buchberger aufgeben. Gegen den Überraschungssieger Franz Hochstöger – mit seiner Ein-Personen-Liste erzielte er aus dem Stegreif sechs Mandate bei den Gemeinderatswahlen, die er wegen Personalmangels aber nicht einmal besetzen kann – will er nicht antreten. Für Hochstöger als Bürgermeister hatten 35,1 Prozent votiert, für Buchberber nur 31,7 Prozent. Am 25. Oktober wird in dem Ort abgestimmt, ob der Ziviltechniker neues Gemeindeoberhaupt wird.

In 14 der 44 restlichen Gemeinden steht am 11. Oktober ein Kopf-an-Kopf-Rennen an. Nur wenige Prozentpunkte trennen dort jeweils den Ersten vom Zweiten. Nicht weniger spannend wird, wie viele FPÖ-Kandidaten die Stichwahl für sich entscheiden können. Elf treten an, vier davon aus der Poleposition. Drei von ihnen haben bereits nach dem ersten Wahldurchgang einen deutlichen Vorsprung zum Zweiten, so dass in Wels und Stadl-Paura (Bezirk Wels-Land) ein Umfärben von rot nach blau wohl bevorsteht, in Raab (Bezirk Rohrbach) von schwarz nach blau. Auf Anhieb hatte die FPÖ am 27. September neun Bürgermeisterämter geholt, so viele hatten sie bereits seit 2009.

Grundsätzlich dürfte aber die ÖVP ihre Dominanz weiter ausbauen. Fix sind schon jetzt 309 Bürgermeister. In 22 Gemeinden geht der ÖVP-Kandidat als Führender in die Stichwahl. Damit könnten die Schwarzen ihre bisherige Zahl von 326 Bürgermeistern halten. Von der SPÖ starten 17 Bürgermeister von Platz eins aus in die Stichwahl. Derzeit hat sie 73 Bürgermeister. Auch sie hofft noch an ihr Ergebnis von 2009 mit 98 Ortsoberhäuptern heranzukommen.

Wir berichten am Sonntag live von der Stichwahl in unserem Ticker.

(APA)

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