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Skylink/Check In 3: Kritik von Behindertenorganisation

Nicht alle fühlen sich wohl im neuen Skylink Nicht alle fühlen sich wohl im neuen Skylink - © APA
Einen Schildbürgerstreich beim umstrittenen neuen Flughafen-Terminal Check In 3 (Skylink) ortet die Behinderten-Beratungszentrum BIZEPS - und will auf Gleichbehandlung klagen. 

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"Ein Schalter für behinderte Fluggäste, bei dem man eine nicht barrierefreie Gegensprechanlage betätigen muss, um Personal zu Gesicht zu bekommen, könnte schon fast aus Schilda sein", zeigt sich Markus Ladstätter von BIZEPS verärgert. Doch dies ist nur eines der vielen Beispiele misslungener Umsetzung. Seine Mitarbeiter hätten bei der Besichtigung am 19. Juni gravierende Mängel festgestellt und grundlegende Regeln der Barrierefreiheit nicht eingehalten würden. 

Arbeitsgruppe Skylink wohl umsonst

Dies überrasche umso mehr, als der Flughafen seit März 2007 im Rahmen von elf Sitzungen der Arbeitsgruppe "ExpertInnengremium betreffend Barrierefreiheit im Flugverkehr" von Behindertenorganisationen - darunter auch BIZEPS - mit Vorschlägen versorgt wurde. "Umgesetzt wurde aber leider nur wenig", so Ladstätter. Und nennt als Beispiel lange Wege, die für mobilitätsbehinderte Menschen eine große Hürde sind.

Die barrierefreien Toiletten sind in der Ankunfts- und Abflughalle ganz am Rand des Gebäudes. Auch die Farbschemata sind überhaupt nicht nach dem Prinzip des Nutzens, sondern rein nach optischen Maßstäben gestaltet. Es gibt derzeit keine gekennzeichneten Parkplätze für behinderte Menschen im Ankunftsbereich. Auch zu manchen barrierefreien Toiletten führt der Weg nur durch schwer zu öffnende Brandschutztüren.

"Wir fordern eine sofortige und umfassende Behebung der zahlreichen Mängel bei der Barrierefreiheit", so Ladstätter, der abschließend ankündigt: "Wenn notwendig, werden wir gerichtliche Schritte einleiten. Immerhin gilt in Österreich seit 2006 das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz." Und das gelte selbstverständlich auch für Skylink/Check In 3.

Kritik auch von Sehbehinderten

In eine ähnliche Kerbe schlägt auch Elmar Fürst von der TU Wien. "Hier hat man fast alles falsch gemacht, was man falsch machen kann!", so der stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs, nach einer Begehung des Check In 3/Skylink am Flughafen Wien. Anstatt das bisherige, optimal gestaltete, Leitsystem im neuen Flughafenteil zu übernehmen, wurde das neue, nicht nur für sehbehinderte Menschen unzumutbare, Leitsystem im ganzen Flughafen und im Skylink/Check In 3 durchgezogen.



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