“Schwedenplatz neu”: Bürgerbeteiligung für Mitgestaltung startet

Die Bürger sollen bei der Neugestaltung des Schwedenplatzes mitbestimmen dürfen.
Die Bürger sollen bei der Neugestaltung des Schwedenplatzes mitbestimmen dürfen. - © APA (Sujet)
Bei der Neugestaltung des Wiener Schwedenplatzes sollen auch die Bürger miteinbezogen werden. Bis zum 14. Februar können Anliegen und Ideen online und im Containerbüro deponiert werden.

Die Neugestaltung des Wiener Schwedenplatzes geht in die nächste Runde: Eine Jury hat aus 60 internationalen Beiträgen sechs Vorschläge in die engere Wahl genommen. Bürger sind nun aufgefordert, ihre ergänzenden Wünsche und Ideen einzubringen.

Die endgültige Entscheidung, wie das Areal künftig aussehen wird, soll bis Sommer fallen, kündigte Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) am Montag an. Die sechs Entwürfe sind lediglich als Grobkonzepte in der “Dialogbox” am Schwedenplatz zu besichtigen. Das Containerbüro, wo sich Bürger informieren und ihre Anliegen deponieren können, ist bis Sonntag, den 14. Februar, geöffnet. Beteiligen kann man sich außerdem über die Homepage.

Bürgerbeteiligung für “Schwedenplatz neu” gestartet

Ziel sei es mehr Grünraum, bessere Aufenthaltsqualität und mehr Sitzgelegenheiten bzw. Spielflächen zu schaffen, fasste Vassilakou bei einem Pressetermin noch einmal zusammen. Die Vorgaben sind schon länger bekannt: Der Schwedenplatz soll mehr als Piazza wahrgenommen werden, der Verhüttelung – Stichwort Fast-Food-Stände, Tankstelle, U-Bahn-Aufgänge etc. – Einhalt geboten werden, Taxistände und Busstationen besser organisiert und grundsätzlich mehr Platz für Fußgänger und eine bessere Anbindung an den Donaukanal geschaffen werden.

Die sechs Architekteneinreichungen – visualisiert wurden vorerst nur kleine Ausschnitte – versuchen die Vorgaben unterschiedlich zu lösen: etwa durch großzügige Grüninseln, Wasserelemente, Überdachungsmodule oder eine durchgängige Pflasterung ohne Höhenunterschiede. Die Wünsche der Bürger sollen in die Vorschläge noch eingearbeitet werden. Danach wird – bis Sommer – ein endgültiger Sieger ermittelt.

Zweistelliger Millionenbetrag für Neugestaltung

Ein konkretes Budget für die Neugestaltung des sechs Fußballfelder großen Areals gibt es noch nicht. Die Ressortchefin rechnet aber mit einem zweistelligen Millionenbetrag. Verkehrstechnisch sei auch die Wegnahme einer Abbiegespur in Richtung 20. Bezirk denkbar, wobei dies keine Beeinträchtigungen für den Verkehrsfluss mit sich bringe, verwies sie auf entsprechende Analysen.

City-Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP) ist davon nicht allzu begeistert. “Da bin ich eher skeptisch”, sagte er am Rande des Pressetermins. Man müsse sich das noch anschauen. Konkret hofft er, dass die Neugestaltung “keine reine Behübschung”, sondern ein Gesamtprojekt werde. Ob der Bezirk dafür was zuschießen wird? “Die Finanzierungsfrage ist noch offen, aber ich verweise darauf, dass der erste Bezirk nur ein Budget von rund 4,5 Mio. Euro pro Jahr hat”, meinte Figl.

Wann konkret gebaut wird, konnte Vassilakou heute noch nicht sagen. Der Start soll aber jedenfalls noch in dieser Legislaturperiode – sie dauert planmäßig bis 2020 – fallen.

(APA/Red)

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