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Kriterien für die Umgestaltung: So wird der neue Schwedenplatz in Wien

Der Schwedenplatz wird umgestaltet.
Der Schwedenplatz wird umgestaltet. ©Bezirksvorstehung Wien Innere Stadt
Der Schwedenplatz soll den Wünschen von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou zur "Piazza" werden: Mittlerweile liegen die Kriterien für die Umgestaltung vor, im Rahmen eines Wettbewerbs soll bis Mitte 2016 entschieden werden, welches genaue Aussehen der Platz bekommen wird. Schon jetzt steht fest: Fuß- und Radweg am Kai sollen breiter werden, die Führung der Straßenbahngleise soll geändert werden und Busparkplatz und Tankstelle wird es in Zukunft nicht mehr geben.
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“Jetzt liegt die Grundlage der ExpertInnen für die Ausschreibung des Gestaltungswettbewerbs vor. Schon Mitte 2016 wird ein Ergebnis des Wettbewerbs vorliegen, das dann den Bürgerinnen und Bürgern präsentiert wird. Der Schwedenplatz hat für die Stadt als Verkehrsdrehscheibe und als Aufenthaltsort eine große Bedeutung. Mit der Neugestaltung wird der Platz entsprechend seiner Bedeutung massiv aufgewertet und zu einer neuen Piazza”, verkündete Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou am Donnerstag in einer Aussendung.

Das ändert sich am Wiener Schwedenplatz

Das Ziel der Umgestaltung des Schwedenplatzes sei es, “mehr nutzbare Fläche zum Flanieren und für den Aufenthalt im Freien” zu schaffen. Dafür werden im Gestaltungswettbewerb unter anderem folgende Vorgaben gemacht:

    • Es soll ein einheitlich wirkender Platz geschaffen werden, der nicht von querenden Straßen zerpflückt wirkt.
    • Innerhalb des Gesamtkonzeptes soll es aber unterschiedliche Raumcharaktere geben.
    • Bei der Gestaltung soll die Geschichte des Morzinplatzes berücksichtigt werden.
    • Der Fuß- und Radweg am Kai soll aufgewertet werden, die Fahrspuren der Autos verengt.
    • Der Busparkplatz soll aufgelassen werden.
    • Die Tankstelle soll aufgelassen werden.
    • Der Platz vor der Ruprechtskirche soll umgestaltet werden.
    • Die Straßenbahnführung soll geändert werden, um westlich der Rotenturmstraße mehr Platz zu schaffen.
    • Es soll eine durchgängige, sechs Meter breite Flaniermeile zwischen Rabensteig und Rotenturmstraße geschaffen werden.
    • Die Haltestelle der Vienna Airport Lines soll verlegt werden.
    • Der Taxistand Rotenturmstraße soll verlegt werden.
    • Die Citybike-Station soll verlegt werden.
    • Ein neues Bewirtungskonzept soll erstellt werden.
    • Durch eine Rampenanlage soll das rechte Donaukanalufer leichter erreichbar werden.
    • Aufenthaltsanreize für Kinder sollen geschaffen werden.
    • Trinkbrunnen sollen integriert werden.
    • Es soll Platz für “Kunst im öffentlichen Raum” geschaffen werden.

Ein neues Beleuchtungskonzept soll entworfen werden.

Kritik an Maria Vassilakou

Bereits seit Jahren wird die Umgestaltung des Schwedenplatzes diskutiert. Dafür, dass jetzt kurzfristig vor der Wien-Wahl die Vorgaben für den Gestaltungswettbewerb veröffentlicht werden, gab es von der ÖVP Kritik: “Die heutigen Aussagen von Vassilakou beweisen wieder einmal, dass in ihrem Ressort das blanke Chaos herrscht. Am Abend wird der Faule fleißig – das gilt offensichtlich auch für die Grünen-Chefin”, heißt es von ÖVP-Bezirksparteiobmann Markus Figl in einer Aussendung.

Auch vom ÖAMTC gibt es Kritik, die Fahrbahn-Reduktion sei “nicht akzeptabel” : “Dass der Schwedenplatz als urbaner Freiraum attraktiviert werden kann und soll, ist unbestritten. Dass dies aber wieder einmal hauptsächlich nur zu Lasten des motorisierten Individualverkehrs passieren muss, ignoriert die Bedürfnisse weiter Teile der in dieser Stadt lebenden und arbeitenden Bevölkerung”, so Bernhard Wiesinger, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung.

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