“Schande in Traiskirchen”: 900 Flüchtlinge müssen im Freien schlafen

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“Schande in Traiskirchen”: 900 Flüchtlinge müssen im Freien schlafen
© APA/ORF/ORIENTIERUNG
Über 3.000 Menschen werden derzeit im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen untergebracht, 900 davon haben derzeit keinen fixen Schlafplatz – weder in einem Gebäude, noch in einem Zelt.


Die Grünen und die NEOS haben sich am Dienstag einmal mehr empört gezeigt, dass im Asyllager Traiskirchen Hunderte Flüchtlinge im Freien auf dem Boden schlafen müssen. “Es muss endlich gelingen, nutzbare Bundesgebäude und Kasernen zu öffnen und mit mobilen Wohneinheiten, also bewohnbaren Containern, dieser Schande in Traiskirchen ein Ende zu setzen”, forderte die Grüne Mandatarin Alev Korun.

Obdachlose Flüchtlinge in Traiskirchen

Über das ORF-Religionsmagazin “Orientierung” tauchten in sozialen Netzwerken am Dienstag weitere Bilder aus Traiskirchen auf, die die obdachlosen Flüchtlinge zeigen. “Es ist wahrlich eine Schande für Österreich, dass Hilfe suchende Menschen bei brütender Hitze in einem völlig überlaufenen Lager im Freien schlafen müssen. In einem Land wie Österreich darf so etwas nicht sein”, meinte auch NEOS-Abgeordneter Nikolaus Scherak. “Diese Bundesregierung ist rücktrittsreif.”

3.000 Menschen im Erstaufnahmezentrum

Die Situation im Erstaufnahmelager hat sich in den vergangenen Tagen nicht geändert: Über 3.000 Menschen sind dort untergebracht, rund 900 davon haben keinen fixen Schlafplatz im Gebäude oder in einem Zelt, erklärte ein Sprecher des Innenministeriums auf APA-Anfrage.

Am Wochenende sind Zeltstädte in Krumpendorf am Wörthersee und in Eisenstadt errichtet worden, die nun nach und nach bezogen werden. Während es in Kärnten vorerst bei den rund 50 Personen bleibt, sollen in Eisenstadt im Laufe des Tages die restlichen der 160 Plätze befüllt werden, hieß es. Neue Zelte sind – vorerst – nicht geplant.

(APA/Red)

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