Rock-Festivals 2015: Rock in Vienna und Nova Rock im Vergleich

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Battle of the bands: Slipknot warten am Nova Rock, Metallica beim Rock in Vienna
Battle of the bands: Slipknot warten am Nova Rock, Metallica beim Rock in Vienna - © EPA
Die Festivalsaison startet ordentlich durch: Am Wochenende feiert das Rock in Vienna auf der Wiener Donauinsel seine Premiere, eine Woche später geht das Nova Rock in Nickelsdorf in die elfte Saison. Beide Veranstaltungen locken mit namhaften Hauptacts – hier ein Vergleich.

Die beiden Festivals Rock in Vienna und Nova Rock erhoffen sich täglich rund 50.000 Gäste. Was die Headliner, die Preise, Camping, Anreise und Drumherum angeht, unterscheiden sich die Festivals – wir haben den Vergleich.

Line-up beim Rock in Vienna AP ©

Die Headliner der beiden Rock-Festivals

Die Headliner: Bei beiden Open Airs setzen die Verantwortlichen auf gestandene Namen bei der Wahl der Headliner. In Wien gehört Metallica (gegründet 1981), Muse (1994) und Kiss (1973) das Hauptaugenmerk, in Nickelsdorf liegt es an Mötley Crüe (1980), den Toten Hosen (1982) und Slipknot (1995), die Massen zu mobilisieren. Alle Bands sind schon öfter zu Gast in Österreich gewesen, außer Mötley Crüe – die Skandalrocker feiern ausgerechnet auf Abschiedstournee ihre Premiere in der Alpenrepublik.

Drei Tage unterschiedliches Programm

Das Programm: Beim Rock in Vienna treten insgesamt an drei Tagen (4. bis 6. Juni) knapp über 30 Bands auf. Beim Nova Rock beschallen indessen mehr als 70 Acts an ebenfalls drei Tagen (12. bis 14. Juni) die Besucher.

In Wien geht es täglich bis 23.00 Uhr laut her. Im Burgenland ist um diese Zeit noch lange nicht Schluss: In den Nächten auf Samstag und Sonntag heizen jeweils von 0.30 bis 1.30 Uhr die Late Night Acts Scooter und Wolfgang Ambros noch einmal die Stimmung an. Dann kann man sich in der Partyzone noch bis 5.00 Uhr austoben, beschallt von ausgewählten DJs.

 

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Stil und Bühnen: Unterschiede

Die stilistische Ausrichtung: Beide Festivals stehen – wie schon ihre Namen klar machen – im Zeichen des Rock. Beim Rock in Vienna bringen am ehesten noch Faith No More und Body Count ft. Ice-T alternative Klänge ein.
Beim Nova Rock sorgen neben den Late-Night-Gästen u.a. Friska Viljor, The Gaslight Anthem, Farin Urlaub und Mambo Kurt für Farbtupfer.

Die Bühnen: In Wien werden zwei parallel ausgerichtete Bühnen abwechselnd bespielt, somit verpassen die Fans keinen Auftritt, es gibt kaum Pausen. Vor den Headlinern rocken auf der Insel die Broilers und Faith No More (Donnerstag), The Hives und Incubus (Freitag) sowie Limp Bizkit und Sabaton (Samstag).
In Nickelsdorf verteilt sich das Geschehen auf vier Bühnen. Die Hauptbühnen werden heuer erstmals anders ausgerichtet, damit lange Gehwege beim Standortwechsel wegfallen. Mit den Beatsteaks (Freitag), Nightwish (Samstag) und Deichkind stehen den Besuchern hochkarätige und stilistische Alternativen zu Mötley Crüe, den Hosen und Slipknot zur Verfügung.

Highlights rund um die Festivals

Vergnügen abseits der Musik: In Wien ziehen die Masters Of Dirt mit ihren Motorrädern und Skydiver eine Show ab. Besucher können sich beim “umgekehrten” Bungee-Jumping in die Höhe schleudern lassen oder im Bubble-Football üben. In Nickelsdorf wird wieder ein Vergnügungspark (mit normalem Bungee) aufgebaut, in der Genussarena Burgenland sollen Gaumenfreunde verwöhnt werden.

Camping: Das Übernachten im Zelt ist bei beiden Festivals möglich, in Wien ist das dafür vorgesehene Areal aber mit rund 5.000 Plätzen relativ klein und bereits ausgebucht.

Anreise zum Nova Rock und Rock in Vienna

Anreise: Zum Rock in Vienna kommt man mit den Öffis (und damit auch retour nach Hause oder ins Hotel), zum Nova Rock mit dem eigenen Auto oder mit Zug und Shuttle. Dieses Jahr fahren Sonderzüge direkt und ohne Zwischenhalt stündlich von Wien-Hauptbahnhof nach Nickelsdorf.

Die Ticketpreise: Ein Drei-Tagespass für das Rock in Vienna kostet zum Normalpreis rund 200 Euro, für das Nova Rock um die 145 Euro (inklusive Parken und Campen). Für Tageskarten muss man rund 80 bzw. 75 Euro hinlegen. Für beide Open Airs gibt es diverse Sonderangebote. Caravans sind nur beim Nova Rock zugelassen.

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(apa/red)

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