“Momentaufnahme”: Rapid Wien erstmals seit fünf Monaten wieder Tabellenführer

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Jubel von Rapid nach dem 1:0 gegen Mattersburg
Jubel von Rapid nach dem 1:0 gegen Mattersburg - © APA
Durch die Salzburger Nullnummer in Graz hat sich Rapid Wien mit dem 3:0-Heimsieg über Mattersburg an die Spitze der Bundesliga-Tabelle gesetzt.

Rapid hat am Mittwoch erstmals seit der elften Runde wieder die Tabellenführung in der tipico-Bundesliga übernommen. Die Hütteldorfer setzten sich im Heimspiel gegen den SV Mattersburg problemlos mit 3:0 durch und liegen dadurch mit zwei Punkten Vorsprung an der Spitze, weil Red Bull Salzburg bei Sturm Graz nicht über ein 0:0 hinauskam.

Durch den um zwei Stunden späteren Beginn der Partie in der Steiermark stand Rapids Sprung auf Platz eins nach dem Schlusspfiff im Happel-Stadion noch nicht fest. Dennoch betonte Trainer Zoran Barišić schon prophylaktisch, dass die aktuelle Leaderposition nicht mehr als eine “Momentaufnahme” sei. “Mir geht es nur um unser Spiel. Wir wollen die Fans mit unserem Fußball begeistern”, sagte der Wiener.

Rapid-Trainer Barišić: “Leichtigkeit muss man sich hart erarbeiten”

Dies gelang gegen die Burgenländer weitaus besser als noch drei Tage zuvor beim mühevollen 3:2 gegen Grödig. “Wir wollten eine Steigerung im Vergleich zum Grödig-Spiel, und das ist uns gelungen”, meinte Barišić, dessen Mannschaft gegen den SVM deutlich gefestigter wirkte als noch am vergangenen Sonntag.

Ob sich nun der erhoffte Lauf einstellt, der zum ersten Titel seit 2008 führen könnte, wagte der Rapid-Coach nicht zu prophezeien. “In einen Flow zu kommen, geht nicht auf Knopfdruck. Diese Leichtigkeit muss man sich hart erarbeiten.”

Ab sofort online auf unserer Homepage: Die Tore und Highlights vom gestrigen 3:0 gegen Mattersburg – www.skrapid.at/highlightsmattersburg032016 #SCRsvm ::::Foto: GEPA Pictures

Posted by SK Rapid Wien on Donnerstag, 3. März 2016

Zumindest in der Liga befindet sich Rapid bereits auf der Erfolgswelle – zuletzt gelangen fünf Meisterschaftssiege in Folge. Am Sonntag aber wartet das unangenehme Auswärtsspiel in Altach, wo es für die Grün-Weißen schon des öfteren einen Dämpfer setzte. “Die Altacher kämpfen mit Rotz und Wasser. Es wird an uns liegen, wie wir dort auftreten”, sagte Barišić vor dem Duell mit dem Vorletzten.

Salzburgs Lazaro: “Müssen aggressiver sein”

Für Salzburg geht es bereits am Samstag mit dem Heimspiel gegen Grödig weiter. Bis dahin gilt es, die enttäuschende Nullnummer von Graz zu verdauen. “Wir können uns nicht beklagen, dass wir nur einen Punkt mitnehmen. Es war kein gutes Spiel von uns. Wir müssen aggressiver sein und mehr Duelle gewinnen”, forderte Flügelspieler Valentino Lazaro.

Auch sein Trainer Óscar García ortete Verbesserungsbedarf. “Mit meiner Mannschaft war ich nur 60 Minuten des Spiels zufrieden, und ich bin nie zufrieden, wenn ich nicht gewinne”, erklärte der Spanier. Sturm-Coach Franco Foda hingegen war mit dem Remis nicht unglücklich. “Natürlich hätte ich gerne gewonnen, ich bin mit dem Resultat aber zufrieden”, sagte der Deutsche.

Seine Spieler trauerten einem möglichen vollen Erfolg über den Doublegewinner nach. “Es hätte sich keiner beschweren dürfen, wenn wir gewonnen hätten”, behauptete Marko Stanković, und Kristijan Dobras ergänzte: “Ein Sieg wäre verdient gewesen, aber das letzte Quäntchen Glück hat gefehlt.”

(APA, Red.)

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