“Puta Valencia”: Rapids banges Warten auf die UEFA-Entscheidung

Der Stein des Anstoßes.
Der Stein des Anstoßes. - © VIENNA.at/David Mayr
Aufgrund der beleidigenden Transparente beim Europa-League-Rückspiel gegen Valencia droht Rapid Wien eine empfindliche Strafe durch die UEFA.

Rapid droht nach dem Debakel gegen Valencia auf sportlicher Ebene auch noch Ärger vonseiten des europäischen Verbandes (UEFA). Das große Transparent mit der Aufschrift “Puta Valencia”, also “Hure Valencia” oder umgangssprachlich “Scheiß-Valencia” und mehrere weitere beleidigende Spruchbänder werden wohl eine Strafe für die Wiener mit sich bringen.

Rapid kündigte eine genaue Untersuchung an, wie solch große Transparente überhaupt in den Fansektor gelangen konnten. “Die Wortwahl und die persönlichen Beleidigungen sind absolut abzulehnen, das ist kein Thema”, verlauteten die Wiener. Präsident Michael Krammer entschuldigte sich im Namen Rapids bei den Valencia-Verantwortlichen, genauso wie Coach Zoran Barišić bei seinem Gegenüber Gary Neville.

Der ehemalige Manchester-United-Starverteidiger hatte dafür gesorgt, dass das große Transparent bald aus dem Stadion entfernt wurde. “Ich habe den Banner gesehen und fand es sehr unpassend. Ich habe die UEFA dann gebeten, den Banner zu beseitigen. Das haben sie dann auch gemacht, sie haben sehr gut reagiert”, sagte Valencias Trainer. Neville war darüber sehr verärgert: “Fußball ist immer sehr viel Leidenschaft, aber hier wurde eindeutig die Grenze überschritten.” Die Rapid-Fans hätten für gute Stimmung gesorgt und deshalb so etwas nicht nötig.

Rapid-Ultras: Reaktion auf Valencia

Die Rapid-Anhänger reagierten mit den Transparenten und auch Gesängen auf Vorfälle in Valencia, wo den Ultras-Fans die Mitnahme von diversen Fanutensilien wie eben Transparente untersagt worden war. Rund 200 Anhänger hatten deshalb auch auf den Besuch des Estadio Mestalla verzichtet. “Die Gastgeber zeigten ein fürchterliches Gesicht auf den Rängen, dort war die unerfreuliche Note des Spiels zu erleben”, schrieb die spanische Zeitung El Mundo Deportivo.

In Wien dürften die Fans aber nicht nur im Stadion ihrem Unmut freien Lauf gelassen haben. Auch das Hotel “Le Méridien”, in dem Valencia residierte, wurde mit diversen Schriftzügen versehen.

Für die UEFA sind die Rapidfans keine Unbekannten. 2012 war der Klub etwa nach Ausschreitungen beim Europa-League-Playoff-Spiel bei PAOK Saloniki zu einem Geisterspiel und einer Geldstrafe von 75.000 Euro verurteilt worden.

(APA, Red.)

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