Punkte, Länge, Geld: Wie funktioniert der Eurovision Song Contest?

Beim ESC gilt es einige Regeln einzuhalten.
Beim ESC gilt es einige Regeln einzuhalten. - © APA (Sujet)
Immer wieder haben sich die Regeln des Eurovision Song Contests seit der ersten Ausgabe 1956 verändert. Doch wie funktioniert der ESC eigentlich wirklich? Wir haben eine kleine Regelkunde.

In zwei Wochen findet der bereits 61. ESC in Stockholm statt. Seit den Anfängen hat das Groß-Event dabei schon mehrere Regel-Reformen hinter sich, auch dieses Jahr gibt es wieder einige Neuerungen. Wir haben die wichtigsten Regeln auf einen Blick.

Regelkunde: So funktioniert der Song Contest 2016

1. Fixe Starter
Einen garantierten Startplatz im Finale haben grundsätzlich immer die größten Geldgeber der European Broadcasting Union (“Big Five”) und der Titelverteidiger. 2016 zählen zu diesem Kreis folgende Länder: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien als Big Five sowie Schweden als Titelverteidiger und Gastgeber.

2. Big Five auch im Halbfinale
Die Big Five-Länder und Gastgeber Schweden werden heuer bereits erstmals in jenen Halbfinalen auftreten, in denen die Länder auch stimmberechtigt sind, um bei der Aufmerksamkeit nicht hintan stehen zu müssen. Vorqualifiziert bleiben die sechs Nationen fürs Finale aber dennoch.

3. Drei-Minuten-Regel
Hier gilt: Weniger ist mehr, denn der Wettbewerbssong darf nicht länger als drei Minuten dauern. Politische Botschaften, etwa auf T-Shirts oder Bannern, per Handzeichen oder verbal, sind verboten. Dabei dürfen maximal sechs Menschen, aber keine Tiere auf der Bühne stehen.

4. Wahlberechtigung
Alle 42 Länder, die beim diesjährigen ESC teilnehmen, sind beim Finale stimmberechtigt – auch jene, die bereits in den Halbfinalen ausgeschieden sind. Die Zuschauer können erst dann für ihren Favoriten anrufen oder eine SMS schicken, wenn alle 26 Finalisten gesungen haben.

5. Neues Punktesystem
Als Neuerung werden heuer die Punkte der Jurys und der Zuschauerabstimmung nicht pro Land kombiniert, sondern einzeln gewertet. Konkret vergibt damit jedes Land also zweimal 12 Punkte. Zunächst stellen die Ländersprecher am Finalabend nur die 12 Punkte der Jurywertung vor, während die Punkte 1 bis 8 sowie 10 eingeblendet werden. Dann werden die Platzierungen des Publikumsvoting von Platz 26 bis Platz 11 eingeblendet. Die restlichen Punkte werden dann von den Moderatoren vorgetragen. Dieses System soll den Gewinner möglichst lange offen halten – und die Spannung steigern, sollten die Zuschauer das Prozedere verstehen.

6. Gleichstand
Sollte es trotz allen mathematischen Bemühungen letztlich einen Gleichstand zwischen zwei Ländern geben, gewinnt jenes Land, das kombiniert von den meisten Ländern Punkte bekommen hat.

>> Mehr Infos rund um den ESC in Stockholm

(APA/Red)

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