Polizeieinsatz zur Hausräumung der “Pizzeria Anarchia” erntet Spott im Netz

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Polizeieinsatz in Wien erntete Hohn und Spott
Polizeieinsatz in Wien erntete Hohn und Spott - © APA/HERBERT P. OCZERET
Der langwierige Polizeieinsatz zur Räumung der “Pizzeria Anarchia” in Wien-Leopoldstadt, bei dem deutlich mehr als 1.000 Uniformierte im Einsatz waren, gab einerseits viel Stoff für Diskussionen, andererseits genug Raum für Spott und Hohn in sozialen Netzwerken.

Am Montag, den 28. Juli 2014, sollte nach einem gerichtlichen Beschluss ein Wohnhaus in der Mühlfeldgasse 12 geräumt werden. Grund dafür war die Besetzung des Hauses, inklusive der “Pizzeria Anarchia“, die bereits zweieinhalb Jahre andauerte. Der Eigentümer des Hauses, eine Immobilienfirma, beauftragte vor gut zwei Jahren “Punks” das Haus kostenfrei zu beziehen, um die noch darin wohnenden Mieter zu vertreiben. Mehrere Parteien gingen, eine Dame jedoch blieb und solidarisierte sich mit den neuen Mitbewohnern, welche beschlossen zu bleiben und das Haus besetzt zu behalten.

Neun Stunden für Hausräumung in Wien

Nun sollte das Haus geräumt werden, dafür wurde ein Platzverbot rund um die Straßen des Einsatzortes ausgesprochen, mehrere hundert Polizisten rückten an, darunter die WEGA, Hundestaffeln, ein gepanzertes Räumfahrzeug, ein Helikopter und zahlreiche Einsatzfahrzeuge. Schon zu Beginn des Einsatzes konnten sich die Besetzer einige Polizeiabsperrungen aneignen und für ihre Barrikaden, die auf der Straße vor dem Haus errichtet wurden, verstärken.

Erst rund neun Stunden nach dem ersten Vordringen der Beamten in das Wohnhaus und der “Pizzeria Anarchia” konnten erste Besetzer festgenommen werden. Grund für die lange Dauer des Einsatzes waren massive Barrikaden, zubetonierte Türen und massenhaft Sperrmüll, der erst abgetragen werden musste. Fazit: 12 Personen wurden im Umkreis des Einsatzortes festgenommen, 18 Aktivisten direkt im Gebäude. Die Polizei spricht von lebensgefährlichen Situation im Inneren des Hauses.

Räumungsaktion mit Pannen

Dieser Einsatz, bei dem offiziell 1.700 Beamte im Einsatz waren, sorgte nicht nur bei Politikern für Aufregung, sondern auch bei der Bevölkerung. Das waren die Reaktionen auf Twitter zum missglückten Polizeieinsatz, bei dem es im Anschluss scheinbar auch noch eine Autopanne gab.

Weitere Reaktionen auf Twitter.

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