Panda Fu Hu verbringt seine letzten Tage im Tiergarten Schönbrunn

Der einst so herzig kleine Fu Hu ist groß geworden - und verlässt bald Schönbrunn gen China
Der einst so herzig kleine Fu Hu ist groß geworden - und verlässt bald Schönbrunn gen China - © Daniel Zupanc
Das Ende einer Ära – zumindest für Panda-Freunde: Zwei Jahre lang war Panda-Nachwuchs Fu Hu der absolute Besucherliebling im Tiergarten Schönbrunn – nun sind seine Tage in Wien gezählt. Nur noch bis Dienstag ist er hier, danach geht es nach China.

Wer Fu Hu im Tiergarten Schönbrunn noch sehen will, sollte sich beeilen – nur noch bis Dienstag können Besucher das schwarzweiße Fellknäuel beim Spielen, Klettern und Bambusfressen beobachten.

Abschied von Besucherliebling Fu Hu

In der Nacht auf Mittwoch tritt Fu Hu seine große Reise in die Pandazucht- und Forschungsstation in Bifengxia an. Für Pfleger und Besucher heißt es langsam Abschied nehmen, wehmütig ist man im Tiergarten aber nicht: „Ich sehe es als neuen Lebensabschnitt für Fu Hu und freue mich, dass er bald mit gleichaltrigen Pandas zusammenleben kann und vielleicht eine Pandabärin findet“, erzählt seine Pflegerin Renate Haider.

In den vergangenen Monaten hat sie Fu Hu mit der Transportkiste vertraut gemacht und ist zuversichtlich, dass die Reise problemlos verlaufen wird. Haider: „Wir haben Fu Hu in der Box immer wieder Bambus und Leckerlis in Form von Karotten gegeben und er hat einige Male darin geschlafen. Er fühlt sich in der Kiste sehr wohl.“

Die Reise des Pandas in der Kiste

Bei seiner Reise nach China geht es für Fu Hu zunächst mit dem LKW nach Amsterdam und von dort mit dem Flugzeug weiter nach Chengdu. Ein weiterer LKW chauffiert ihn schließlich die letzten Kilometer zur Pandastation, wo er in einer feierlichen Zeremonie willkommen geheißen wird.

Tiergartendirektorin Dagmar Schratter, Pflegerin Renate Haider, Kuratorin Eveline Dungl und Zootierarzt Thomas Voracek begleiten den Panda in seine neue Heimat. Haider wird sogar zwei Wochen in China bleiben, um ihm die Eingewöhnung zu erleichtern. Seine Mutter Yang Yang wird der mittlerweile 50 Kilogramm schwere Panda nicht vermissen.

Zeit, eigene Wege zu gehen

“Er hat von seiner Mutter alles gelernt, was sie ihm mitgeben kann. Es ist Zeit, dass er nun eigene Wege geht. Auch im Freiland verlassen die Jungen im Alter von etwa zwei Jahren ihre Mütter oder werden manchmal sogar von ihnen vertrieben“, so Schratter über die Selbsständigkeit von Fu Hu und seinen Artgenossen.

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