Neue Gesichter im oberösterreichischen Landtag erwartet

Im oberösterreichischen Landtag werden nach der Wahl neue Gesichter erwartet.
Im oberösterreichischen Landtag werden nach der Wahl neue Gesichter erwartet. - © APA
Nach der OÖ-Wahl am 27. September wurden einige neue Gesichter im Landtag erwartet. Vor allem die ÖVP wechselt verhältnismäßig viel Personal aus.

Der FPÖ-Klub stellt sich zwar geschlossen wieder der Wahl, die Partei dürfte allerdings zusätzliche Sitze gewinnen. Bei der SPÖ gibt es zwei Abgänge, bei den Grünen hat die parteifreie Bürgerlisten-Ortschefin von Ottensheim gute Chancen.

56 Abgeordnete im oberösterreichischen Landtag

Der oberösterreichische Landtag zählt 56 Abgeordnete. Die Hälfte davon stellt derzeit die ÖVP. Acht der bisher 28 schwarzen Mandatare treten nicht mehr an – u.a. der ehemalige Präsident des oö. Zivilschutzverbandes Anton Hüttmayr. Von den insgesamt 112 Kandidaten stehen 75 erstmals auf der Liste. Zudem hat die Volkspartei intern ein neues Vorzugsstimmenmodell eingeführt. Es u.a. sieht vor, dass der Kandidat mit den meisten Vorzugsstimmen automatisch das erste Mandat in seinem Wahlkreis erhält.

Wenig Überraschungen bei SPÖ, FPÖ und Grüne

Bei der SPÖ gibt es wenig Überraschungen. Von den 14 bisherigen Abgeordneten treten zwei kritische Geister nicht mehr an: der Bürgermeister von Walding, Josef Eidenberger (64), der sich nach der Hochwasserkatastrophe 2013 mit Land und Verbund angelegt hat, und Sozialsprecher Hans Affenzeller (62), ebenfalls nie um eine streitbare Wortmeldung verlegen. Auf der Landesliste sind die bisherigen Spitzenvertreter wieder ganz vorne gereiht. Neu dürfte Landesgeschäftsführer Peter Binder einziehen.

Bei den Freiheitlichen kandidieren alle neun bisherigen Klubmitglieder erneut. Bis auf Klubobmann Günther Steinkellner waren sämtliche erst 2009, als die Partei stark zulegte, in den Landtag eingezogen. Steinkellner hat diesmal gute Chancen, neben Parteichef Manfred Haimbuchner zweiter Landesrat zu werden. Realistisch ist, dass Bundesrat Hermann Brückl in den Landtag wechselt.

Bei den Grünen, die derzeit fünf Abgeordnete stellen, kandidieren auf den vorderen Listenplätzen “alte Hasen”, gute Chancen neu in den Landtag einzuziehen haben der Linzer Bezirkssprecher Severin Mayr und die Ottensheimer Bürgerlisten-Ortschefin Ulrike Böker, die kein Parteimitglied ist. Zugewinne vorausgesetzt, könnte auch der Landessprecher der Grünen Wirtschaft, Kuno Haas, zum Zug kommen. Abgänge im Grünen Klub sind Markus Reitsamer und Maria Wageneder, die sich beide nicht mehr um einen Listenplatz beworben haben.

Alle Infos zur Landtagswahl in Oberösterreich.

(APA)

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