Mieten werden teurer: Richtwerte steigen ab 1. April

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Die Miet-Richtwerte steigen.
Die Miet-Richtwerte steigen. - © APA (Symbolbild)
Nachdem im Jahr 2016 die Erhöhung der Miet-Richtwerte ausfiel, steigen sie ab Anfang April in Wien um gut 3,5 Prozent.

Mit 1. April steht die nächste Erhöhung der Miet-Richtwerte an. Zwei Drittel der Haushalte, die diesem Mietensystem unterliegen, befinden sich in Wien, wo der Richtwert um gut 3,5 Prozent von 5,39 auf 5,58 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche im Monat steigt. An sich wäre die Erhöhung wie alle zwei Jahre schon 2016 ins Haus gestanden, die Politik wollte aber österreichweit 300.000 Mieter verschonen.

Der voriges Jahr im Jänner von der Regierung beschlossene einjährige Aufschub für die Richtwert-Anhebung brachte den betroffenen Haushalten eine Ersparnis von durchschnittlich 150 Euro im Jahr – in Summe bundesweit rund 45 Mio. Euro -, dafür fällt die Erhöhung jetzt etwas kräftiger aus, weil ein Jahr Teuerungsdifferenz mehr ausgeglichen werden muss.

Zuletzt waren die Richtwerte per April 2014 angehoben worden – im Österreich-Schnitt um 4,5 bis 4,7 Prozent. 2016 hätte die Erhöhung ungefähr 2,5 Prozent ausgemacht, dann wurde aber das “2. Mietrechtliche Inflationslinderungsgesetz” beschlossen. Künftig soll wieder der 2-jährige Anpassungs-Rhythmus gelten.

Miet-Richtwerte: Die Erhöhungen im Detail

Das Richtwertgesetz regelt Altbaumietverträge, die ab 1. März 1994 abgeschlossen wurden, gilt aber auch in Wiener Gemeindewohnungen mit Mietverträgen ab 2004. In Wien betrug der Richtwert bisher 5,39 Euro pro m2 Nutzfläche, künftig sind es 5,58 Euro/m2. Außer im Burgenland sind die Richtwerte überall höher. In den Werten sind jedoch noch keine Zu- oder Abschläge oder Ausstattungsmerkmale berücksichtigt. Wirksam werden kann eine Erhöhung bei laufenden Verträgen nur, wenn darin eine Wertsicherungsklausel enthalten ist, ansonsten gilt sie nur für Neuverträge.

Die neuen Miet-Richtwerte ab 1. April 2017 nach Bundesländern in Euro je m2 (in Klammer bisheriger Wert): Vorarlberg 8,57 (8,28) – Salzburg 7,71 (7,45) – Steiermark 7,70 (7,44) – Tirol 6,81 (6,58) – Kärnten 6,53 (6,31) – OÖ 6,05 (5,84) – NÖ 5,72 (5,53) – Wien 5,58 (5,39) – Burgenland 5,09 (4,92). Je nach Rundung auf ganze Cent machen die Erhöhungen 3,4 bis 3,6 Prozent aus.

(APA, Red.)

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