Marc Janko: Bindet er seine Team-Zukunft an Marcel Koller?

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Beendet Marc Janko nach der EM 2016 seine Teamkarriere?
Beendet Marc Janko nach der EM 2016 seine Teamkarriere? - © APA/Roland Schlager
ÖFB-Goalgetter Marc Janko lässt seine Zukunft in der Nationalmannschaft nach der Europameisterschaft im kommenden Sommer offen. In Kombination von Klub und Team freut sich der Niederösterreicher über sein “bestes Jahr”.

Das Fußballjahr 2015 neigt sich dem Ende zu. Für Marc Janko ist es das vielleicht beste seiner Karriere. Sieben Tore hat der Angreifer des FC Basel in bisher sieben Länderspielen des Jahres erzielt. Dazu führt er mit zehn Treffern die Schützenliste der Schweizer Super League an. Dass der 32-Jährige seine Karriere im ÖFB-Team nach der EM in Frankreich fortsetzt, ist aber nicht gesichert.

“Das hat auch mit der Art und Weise zu tun, wie es im Nationalteam danach weitergeht”, begründete Janko am Mittwoch im Teamcamp in Orihuela in Spanien. Der Vertrag von Marcel Koller läuft mit der EURO aus. “Es hat schon auch damit zu tun, ob der Teamchef weitermacht”, erklärte Janko. “Momentan ist das aber noch nicht so ein Thema. Es wird alles zu seiner Zeit entschieden.”

Janko ist körperlich topfit

Körperlich traut sich der Goalgetter noch einige Jahre zu. “In der Türkei habe ich ja zwei Jahre mehr oder weniger Urlaub gehabt”, erinnerte Janko an seine schwierige Zeit bei Trabzonspor. “Vielleicht habe ich dadurch nicht so viele Verschleißerscheinungen und kann die Jahre hinten an die Karriere anhängen.” Zu Beginn des ÖFB-Camps hatte der Stürmer mit einer “kleinen Irritation” im Rücken zu kämpfen, er soll aber demnächst voll ins Mannschaftstraining einsteigen.

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Posted by Marc Janko on Donnerstag, 5. November 2015

90 Minuten durchgespielt hat Janko im Nationalteam zuletzt am 5. März 2014 gegen Uruguay (1:1). Dennoch hat er es in bisher 50 Länderspielen bereits auf 25 Tore gebracht. Damit liegt er auf Rang acht der ewigen ÖFB-Schützenliste. Nur noch ein Treffer fehlt ihm auf Rekordteamspieler Andreas Herzog, ein weiterer auf Legende Mathias Sindelar.

Mit den Bestenlisten beschäftigt sich Janko laut eigenen Angaben – wenn überhaupt – erst nach Spielen. “Jemals in die Top Ten zu kommen, habe ich mir nie träumen lassen. Aber ich bin hoffentlich noch nicht am Ende meiner Reise”, sagte der Niederösterreicher. “Am Ende wird resümiert.” Ob schon nach der EM im Sommer, das kann nur er selbst entscheiden.

“Das macht uns unausrechenbarer”

Für das Team ist Janko zu einer fast unverzichtbaren Stütze geworden. Mit sieben Toren in der Qualifikation hatte er maßgeblichen Anteil an der erstmals sportlich fixierten EM-Teilnahme. “Ich glaube aber, dass wir auch auf meiner Position sehr gute Spieler im Köcher haben”, verwies der Angreifer etwa auf Ersatzmann Rubin Okotie. “Aber es gibt auch andere. Konkurrenz belebt das Geschäft.”

Die Last des Toreschießens liege im ÖFB-Team nicht nur auf ihm allein. “Auch der Marko (Arnautović) hat wieder Gefallen daran gefunden, das macht uns unausrechenbarer”, sagte Janko über den Stoke-City-Legionär, der zuletzt in Montenegro (3:2) und gegen Liechtenstein (3:0) getroffen hat. “Und es macht es auch für mich einfacher, wenn sich nicht alles auf den Mittelstürmer konzentriert.”

Janko über EM-Quali: “Hoffe, dass das bei uns der Startschuss war”

Auch in Basel ist Janko in dieser Rolle mittlerweile gesetzt. Jungstar Breel Embrolo, der der Schweiz am Dienstag (20:45 Uhr, live auf ORF eins) in Wien gegen Österreich wegen einer Patellarsehnenentzündung fehlt, musste auf den Flügel ausweichen. “In der Kombination aus Klub und Team kann man vielleicht von meinem besten Jahr sprechen”, meinte Janko. “Die 39 Tore waren aber schon auch etwas Besonderes.” Die hatte er in der Ligasaison 2008/09 für Red Bull Salzburg erzielt.

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Posted by Das Nationalteam on Dienstag, 10. November 2015

Davor war Janko von Teamchef Josef Hickersberger nicht für die Heim-EM berücksichtigt worden. Mittlerweile ist er der älteste Spieler im ÖFB-Team. Mit seiner neuen Wahlheimat erwartet er ein Duell auf Augenhöhe. “Die Schweiz war in der letzten Qualifikation nicht ganz so souverän wie wir, aber für sie ist es eine Normalität, sich für Großereignisse zu qualifizieren”, erinnerte Janko. “Von dem her sind sie uns schon noch ein paar Schritte voraus.”

Die Fußball-Euphorie in der Schweiz sei daher aber auch lange nicht so groß wie in Österreich. “Dort wird eine Qualifikation zur Kenntnis genommen, das ist eine Randnotiz”, sagte Janko. “Wenn wir das erste Mal dabei sind, ist das natürlich etwas Besonderes.” Die Ansprüche werden aber auch beim ÖFB größer. Janko: “Ich hoffe, dass das auch bei uns der Startschuss war.”

(APA, Red.)

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