“Liebe pur”: Helene Fischer inszenierte ihre heile Welt des Schlager-Pop in Wien

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Helene Fischer verzauberte als "Superheldin" Wien
Helene Fischer verzauberte als "Superheldin" Wien - © APA/HERBERT NEUBAUER
Sie ist der aktuelle Superstar des Schlager-Pop und hat es geschafft, das Wiener Ernst-Happel-Stadion gleich an zwei Tagen zu füllen: Helene Fischer. Das erste ihrer zwei Wien-Konzerte entpuppte sich am Dienstag im fast vollem Oval aber eher als Revueshow über die Liebe.


“Wenn sich 45.000 Menschen treffen, um das Leben zu feiern, dann ist das Liebe pur”, verlautbarte Fischer das Motto des Abends. Und um diese dann eher glatt geratene Feier zu zelebrieren, bediente sich die 30-Jährige rund zu einem Drittel aus Fremdkompositionen, die aber erst im Mittelteil ihres Auftritts folgen sollten.

Superheldin mit Covers und eigenen Hits

Und um diese dann eher glatt geratene Feier zu zelebrieren, bediente sich die 30-Jährige rund zu einem Drittel aus Fremdkompositionen, die aber erst im Mittelteil ihres Auftritts folgen sollten. Denn als die in Sibirien geborene Deutsche im gelbgoldenen Kostüm, das an eine Superheldin erinnerte, erschien, begann sie erst einmal mit eigenen Hits. Ihre erste Single aus dem Jahr 2006 “Und morgen früh küss ich dich wach” war dann auch eine der ersten Nummern.

Ihre Schlager, die mit teilweise discotauglichen Beats untermalt wurden, präsentierte die blonde Millionensellerin und mehrfache Trägerin des deutschen Fernseherpreises “Krone der Volksmusik” nicht in heimeliger “Stadl”-Atmosphäre, sondern wie ein internationaler Popstar vom Schlage einer Lady Gaga: perfekte Visuals, Pyrotechnikeinlagen, viele Musiker und Tänzer und vor allem keine Leerläufe bedeutete dies für die Zuschauer. Jedoch, so ganz wollte der Funke nicht überspringen, denn zumindest ein Großteil des Publikums beobachtete meist das Walten auf der Bühne, anstatt selbst Teil es Geschehens zu werden.

Vielseitige Show in Wien

Mit der Melodie des 80er-Hits “Lambada” wurde dann der Song “Te Quiero” eingeleitet, “Wir sind uns fremd und irgendwie doch so vertraut”, sang Fischer, ehe sie für ihre erste Umkleidepause von der Bühne ging. Diese Zeit wurde mit einem Intermezzo gefüllt, in dem Klassik vermischt mit Trommeln und Gitarren samt einer Tanzeinlage folgte, ehe Fischer in einem Eisprinzessinnen-Look zurückkehren sollte. 45 Minuten waren vergangen und ein fast harsches Gitarrensolo zu einem Cover von Peter Maffays Song “Ich wollte nie erwachsen sein”, Baujahr 1994, war der nächste Teil des Abends.

Fliegende Helene Fischer im Stadion

Ecken und Kanten suchte man sonst natürlich vergeblich, denn die gewisse Glätte macht erst die Massentauglichkeit einer Helene Fischer aus. Und diese zeigte sich dann auch in Form der gewählten Coverversionen, die unter anderem Herbert Grönemeyers “Männer”, “The Best” von Tina Turner sowie “Everything I Do” von Bryan Adams ausmachten. Dazu noch während einer weiteren Umkleidepause gar “Kashmir” von Led Zeppelin, ehe dann Fischer im grünen Glitzeroberteil von Seilen getragen über ihr jubelndes und filmendes Publikum flog und von oben herab ihren Song “Von hier bis unendlich” performte.

“Atemlos” durfte bei Konzert nicht fehlen

Wem angesichts dieses akrobatischen Höhepunkts noch nicht die Luft wegblieb, bekam nach über zwei Stunden Show endlich den ganz großen Hit mit dem passenden Titel präsentiert, denn “Atemlos durch die Nacht” stand zum Abschluss auf der Setlist. Der erste Nummer-Eins-Singlehit von Fischer, der sich auf ihrem sechsten, aktuellen Studioalbum “Farbenspiel” findet, nach dem auch die Tour benannt wurde, erlaubte es zum Abschluss Fischers zuvor ausgesprochene Einladung, den Alltag zu vergessen, anzunehmen. Noch einmal tanzte man, ehe der unvermeidliche Gang aus dem Stadion der Feier ein Ende setzen sollte.

Rest-Tickets für das Helene-Fischer-Zusatzkonzert am 1. Juli 2015  sind noch erhältlich – telefonisch unter (01) 96086, in allen Oeticket-Vorverkaufsstellen sowie hier.

(apa/red)

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