Kunstmesse “Parallel Vienna” heuer in ehemaliger Sigmund Freud Universität

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Die "Parallel Vienna" geht heute in der ehemaligen Siegmund Freud Univerität über die Bühne.
Die "Parallel Vienna" geht heute in der ehemaligen Siegmund Freud Univerität über die Bühne. - © Parallel Vienna/Wiener Art Foundation
Am Dienstag, 19. September, startet zum fünften Mal die Kunstmesse “Parallel Vienna”. Dieses Jahr geht die Verkaufsausstellung in der ehemaligen Sigmund Freund Universität über die Bühne.

Die Struktur ist klarer geworden, der labyrinthische Charakter nicht zuletzt dank der Künstler geblieben: Am Dienstag, 19. September, startet die fünfte Ausgabe der Kunstmesse “Parallel Vienna”, nach zwei Jahren in der Alten Post nun in der ehemaligen Sigmund Freud Universität. Auf zehn Stockwerken begegnet man dort rund 300 Kunstpositionen, die sich teils dem Verschwinden widmen. Damit ist das lose Grundthema der Verkaufsausstellung, die bis inklusive Sonntag, 24. September, und damit dem Namen entsprechend auch parallel zur viennacontemporary in der Marx Halle läuft, dem Gebäude gewissermaßen eingeschrieben. Auf den angrenzenden Grundstücken klafft schon ein riesiges Bauloch, und auch die alte Universität selbst wird nach der “Parallel Vienna” weichen müssen. Immerhin entsteht hier ein Immobilienprojekt, weshalb die Messetage wohl die vorerst letzte Chance für den Ausblick nahe dem Autobahnknoten Prater bieten.

Clemens Fürtler bei der “Parallel Vienna”

Dieser bildet auch den gelungenen Hintergrund für eine Arbeit von Clemens Fürtler: Im Projektraum von Parallel & Konkordant stößt man auf seine “Bildmaschine 06”, ein über zwei Meter hohes, symmetrisches Gebilde aus Teilen einer Rennautobahn. Ein Stockwerk darüber, im zehnten Geschoß, begegnet man Einzelpositionen auf engstem Raum: In den ehemaligen Studentenzimmern finden sich bunte Papiergirlanden (Manuel Gorkiewicz), pastellfarbene Träume (Daniel Ferstl) oder ein simples Schwein an die Wand gemalt (Marianne Vlaschits).

Kunstmesse heuer strukturierter als in Vergangenheit

Die von oben nach unten sehr klar eingeteilten Präsentationsflächen stünden im Gegensatz zu den vergangenen beiden Jahren, als man in der Alten Post eher “kafkaesk” unterwegs war. “Heuer ist es sehr strukturiert, man kann es bequem durchschreiten”, so Stefan Bidner, künstlerischer Leiter der “Parallel Vienna”. Das Angebot zeigt sich dabei kaum weniger üppig als zuletzt: Immerhin sind es insgesamt 5.000 Quadratmeter, auf denen sich Arbeiten von Hermann Nitsch (allesamt heuer entstanden), Eva Schlegel oder Marko Lulic ausbreiten. Als Besucher sollte man folglich Zeit mitbringen, um sich entweder in den engen Zimmern auf die Werke einzulassen oder am Gang die eine oder andere Intervention zu begutachten.

Nähe zu viennacontemporary in der Marx Halle

Dass man heuer auch geografisch näher an die viennacontemporary gerückt ist (von den oberen Stockwerken aus ist die Marx Halle ganz gut auszumachen), könnte den ein oder anderen Kunstfreund zu einem Doppelbesuch der Messen bewegen. Im Vorjahr verzeichnete die “Parallel Vienna” 16.000 Eintritte, und auch heuer bietet man neben der Kunst selbst einige Schmankerl. So wird die Opening Party am morgigen Dienstag die ganze Nacht dauern und für die Abschlussfeier am Samstag konnte man T. Raumschmiere als musikalischen Gast gewinnen.

APA/Red.

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