Krankenhaus Nord: Wiener Großprojekt soll 2017 fertiggestellt werden

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2017 soll das Krankenhaus Nord in Wien-Floridsdorf ferstiggestellt sein.
2017 soll das Krankenhaus Nord in Wien-Floridsdorf ferstiggestellt sein. - © APA
Wiens wichtigste Baustelle soll bis 2017 Geschichte sein, dann soll das Krankenhaus Nord in Wien-Floridsdorf nämlich fertiggestellt sein. Bereits 2018 könnte das Megaprojekt den Vollbetrieb eröffnen.

Dies erläuterten die Verantwortlichen am Donnerstag bei einer Begehung mit Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ). Die Neo-Ressortchefin absolvierte ihren Antrittsbesuch auf der Baustelle.

Der Grundstein für das Krankenhaus Nord, das sich an der Brünner Straße in Wien-Floridsdorf befindet, wurde 2012 gelegt. Schon in einem sehr frühen Stadium hatte sich gezeigt, dass der ursprüngliche Zeitplan nicht halten wird – immerhin war der Baustart zunächst für 2010 avisiert worden. Zuletzt war die Inbetriebnahme für 2017 erhofft worden, was nun definitiv verschoben wird.

Erste Einblicke in das Krankenhaus

Immerhin sind einige Bereiche schon fast fertig. Der zuständige Direktor des Krankenanstaltenverbundes, Thomas Balazs, die medizinische Leiterin Sylvia Schwarz und Projektleiter Wolfgang Strenn gaben etwa Einblicke in die Bettenstation oder die Ambulanzbereiche. Der Innenausbau ist dort bereits so weit vorangeschritten, dass in einigen Räumen – von denen es im KH Nord übrigens auf 23 Ebenen rund 2.000 gibt – sogar die Klimasteuerung schon in Betrieb ist.

In einem der Herzstücke des Hauses wird derzeit besonders intensiv gearbeitet, nämlich im Operationstrakt. Dort entstehen insgesamt 16 OP-Säle, in denen alljährlich 17.000 Eingriffe durchgeführt werden sollen. Auf der selben Ebene – und ebenfalls auf dem technisch möglichen Letztstand, wie versichert wurde – liegt auch das Intensivzentrum.

Die Abläufe werden bereits erprobt, wie die ärztliche Chefin, Sylvia Schwarz, berichtete. So wurde etwa im Krankenhaus Floridsdorf, dessen medizinisches Angebot nach der Eröffnung des KH Nord dorthin übersiedelt, bereits das System des Notfallzentrums umgesetzt. Dort werden akut erkrankte Patienten erstbegutachtet, was zu einer Trennung von Notfällen und planbarem Spitalsbetrieb führen soll.

Krankenhaus Nord soll 2017 fertiggestellt sein

Wann das neue Megaspital genau in Betrieb gehen wird, ist noch nicht fix. Es sei noch nicht möglich, ein genaues Datum zu nennen, versicherten die Projektverantwortlichen. Der Innenausbau soll jedenfalls im Herbst 2017 abgeschlossen werden, hieß es heute.

Kostenmäßig sei man in “stabilem Zustand”, beteuerte KAV-Manager Balazs heute. Laut seinen Angaben wird das KH Nord mit rund 1,1 Mrd. Euro zu Buche schlagen. Ursprünglich war man davon ausgegangen, deutlich unter der Milliarde zu bleiben. Dazu kommt: Regressforderungen gegenüber Baufirmen wurden in der aktuellen Kostenschätzung bereits berücksichtigt.

Keine genaue Angabe bei Kosten

Wie teuer das Spital wird, falls man die Rückforderungen doch nicht oder zumindest nicht zur Gänze durchbringt, blieb heute offen. Details zu den entsprechenden Verhandlungen wollte man nicht nennen. Probleme gab es auf der Baustelle unter anderem mit einer Firma, die mit der Errichtung der Fassade beauftragt worden war.

Gewartet wird derzeit übrigens nicht nur auf den Eröffnungstermin, sondern auch auf einen Bericht des Rechnungshofes. Dieser prüft das Großbauvorhaben derzeit.

(APA)

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