Kellerleichen in Meidling: Esti hätte neugeborenen Sohn gerne bei sich

Die Unter Mordverdacht stehende "Esti" würde ihr Kind nach der Geburt gerne bei sich haben.
Die Unter Mordverdacht stehende "Esti" würde ihr Kind nach der Geburt gerne bei sich haben. - © APA
Die 32-jährige “Esti”, die unter dem Verdacht des Doppelmordes steht, habe die Entscheidung des Wiener Jugendamts zur Kenntnis genommen, sei aber nicht glücklich darüber. In der Nacht auf Mittwoch brachte die junge Frau ihren Sohn zur Welt, der ihr aber gleich nach der Geburt abgenommen wurde.

Die Obsorge soll vom Vater des Kindes übernommen werden, der laut Jugendamt am Donnerstag mit Behördenwegen beschäftigt war, ehe noch heute über die praktische Vorgangsweise beraten wird. Der 47-Jährige muss als nicht mit der Mutter verheirateter Papa die Vaterschaft erst formal anerkennen. Geplant ist, so Sprecherin der Behörde, dass er seinen Sohn so rasch wie möglich zu sich nimmt. In einem weiteren Schritt muss der 47-Jährige beim Pflegschaftsgericht einen Antrag auf Zuteilung der Obsorge stellen.

Vater möchte mit Estis Sohn nicht in Wien wohnen

Ob diesem Antrag stattgegeben wird, entscheidet dieses Gericht, wobei dies theoretisch mehrere Monate in Anspruch nehmen kann. Im Fall, dass die Mutter die Obsorge beantragen sollte, habe der Richter die Möglichkeit, Gutachten einzuholen, sagte Jugendamtssprecherin Staffa. Als Beispiele führte sie psychologische oder psychiatrische Stellungnahmen an. Die Entscheidung werde voraussichtlich nicht von einem Wiener Pflegschaftsgericht getroffen, da der Vater des Buben wahrscheinlich in einem anderen Bundesland leben werde. Zum künftigen Wohnort gibt die Behörde auf Wunsch des 47-Jährigen keine Auskunft. Das vorläufig obsorgeberechtigte Jugendamt wird auch darauf achten, dass das Kind nicht medial zur Schau gestellt wird, “so wie wir das grundsätzlich bei Kindern machen”, sagte Staffa.

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