Juwelier überfallen und niedergestochen: 19-Jähriger vor Gericht

Im Juli kam es bei einem Juwelier in Wien-Margareten zu einer Schießerei.
Im Juli kam es bei einem Juwelier in Wien-Margareten zu einer Schießerei. - © vienna.at
Nach einem brutalen Raubüberfall auf einen Juwelier in Wien-Margareten muss sich am Donnerstag ein 19-jähriger Bursch wegen versuchten Mordes vor einem Wiener Schwurgericht verantworten.

Der Jugendliche hatte sich am 25. Juli 2011 dem türkischstämmigen Juwelier gegenüber als Vertreter der Wirtschaftskammer ausgegeben und diesem vorgemacht, die Sicherheitseinrichtungen überprüfen zu müssen. Als sich der Geschäftsmann wegdrehte, um ein ihm vorgelegtes Formular auszufüllen, stach ihm der 19-Jährige ebenso wortlos wie wuchtig ein Messer in den Rücken.

19-Jähriger stach auf Juwelier in Margareten ein

Mit der Klinge im Rücken taumelte der 45-Jährige durch sein Geschäft. Es gelang ihm, den Alarm auszulösen und eine zum eigenen Schutz erworbenen Pistole zu erreichen, mit dem er dem Angreifer in den rechten Oberarm schoss. Nach seiner Festnahme gab der 19-Jährige in mehreren polizeilichen Einvernahmen zu Protokoll, er habe den Mann “umbringen wollen”. Der Juwelier konnte nach einigen Tagen im Spital in häusliche Pflege entlassen werden.

Für die Angehörigen des 19-Jährigen und seinen Verteidiger Werner Tomanek stellt die Tat nach wie vor ein Rätsel dar. Der Bursch war ein Musterschüler, galt als zuvorkommend und nett und hatte keine Geldsorgen. Infolge einer chronischen Krankheit ging er zwar keiner geregelten Beschäftigung nach, wurde von seiner Familie aber großzügig unterstützt.

(apa)

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