Ideale Ergänzung zur Entlastung der Biotonne: Der 48er-Laubsack

So sieht der Laubsack zur Entlastung der Biotonne aus
So sieht der Laubsack zur Entlastung der Biotonne aus - © MA 48
Die bunten Herbstblätter bedeuten viel Arbeit für Wiens Hobbygärtner, die an diesen Tagen Unmengen von Laub entsorgen, aber natürlich auch für die Stadtgärtner der MA 42 und Straßenkehrer der MA 48. Hier kommt der 48er-Laubsack als ideale Ergänzung zur Biotonne ins Spiel.

Das Laub von rund 100.000 Alleebäumen und bis zu 500.000 Laubbäumen in städtischen Grünanlagen wird wie immer ordnungsgemäß entsorgt. Blätter aus Privatgärten werden zu Wiener Kompost und in weiterer Folge zur torffreien Erde “Guter Grund” weiterverarbeitet – der perfekte Biokreislauf. Daher bietet die MA 48 auch heuer wieder den praktischen Laubsack an.

Der 48er-Laubsack: Für einen Euro auf Mistplätzen

Dieser fungiert als bequeme Ergänzung zur Biotonne, die aufgrund der Menge an Blättern und Gartenabfällen im Herbst oft zu klein wird. Zum Preis von einem Euro ist der 100 Liter fassende Sack auf den Wiener Mistplätzen erhältlich.

Gut gefüllt mit Laub kann man ihn dann entweder wieder am Mistplatz abgeben oder am Entleertag zur Biotonne dazustellen. Der Laubsack wurde aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und ist daher klimaneutral.

“Guter Grund”: Kompost und torffreie Erde aus Laub und Co.

Gartenabfälle und Laub gelangt zur Kompostierung in das Kompostwerk Lobau der MA 48. Nach einer Rotte von 8 bis 10 Wochen entsteht daraus wertvoller Kompost, welcher als wichtiger Nährstofflieferant für den Boden und die Pflanzen dient.

Ausgangsmaterial für den Wiener Kompost sind rund 100.000 Tonnen an Bioabfällen, die die MA 48 in den rund 80.000 Biotonnen im Grüngürtel der Stadt sammelt. Im Kompostwerk in der Donaustadt entsteht daraus jährlich zwischen 40.000 und 50.000 Tonnen Kompost höchster Qualität, der sogar für den biologischen Landbau geeignet ist. Sämtliche mobilen Maschinen hierfür werden umweltfreundlich mit Biodiesel – hergestellt aus Altspeiseöl – betrieben. Der Kompost wird – je nach Verfügbarkeit – auf den Wiener Mistplätzen gratis ausgegeben (bis zu 1 m3) sowie zur Herstellung der mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichneten, torffreien Erde, “Guter Grund” verwendet.

Biotonnensammlung: Wichtiger Beitragzum Klimaschutz

Aber auch der Kompost verfügt über eine ausgezeichnete Qualität, was nationale und internationale Zertifikate bestätigen: Seit 2002 entspricht der Kompost der MA 48 den strengen Qualitätskontrollen des Österreichischen Kompostgütesiegels. Seit 2015 trägt die MA 48 zusätzlich auch das Europäische Kompostgütesiegel. Das Wiener Kompostwerk Lobau ist die erste österreichische Kompostanlage, die diese internationale Auszeichnung erhielt.

Mit der Biotonnensammlung wird ein wichtiger Beitrag zur geschlossenen Wiener Kreislaufwirtschaft und zum Klimaschutz geleistet, denn durch die Verwendung von Kompost anstelle von mineralischem Dünger und durch die Produktion von torfreier Erde in Wien werden Transporte sowie CO2-Emissionen vermieden.

Igel rüsten für den Winterschlaf und brauchen Laub

Bei aller Betriebsamkeit im Garten sollte man nicht auf die Igel vergessen, sie sind Winterschläfer und sind nun beschäftigt, geeignete Winterquartiere zu suchen. Rund fünf Monate dauert ihr Winterschlaf, den sie an geschützten Plätzen verbringen. Ein Kompostplatz im Garten oder Laubhaufen an geschützten Stellen ist deshalb für die Igel eine große Hilfe, um ungestört und sicher über den Winter zu kommen. Ein Appell daher an alle Gartenbesitzer: Nicht das gesamte Laub in den MA 48-Laubsack verfrachten, sondern auch den Igeln etwas überlassen.

Laub aus städtischen Parks und Grünstreifen

Mehr als 50 % der Fläche Wiens sind Grünflächen. Das ist ein internationaler Spitzenwert. Einen wesentlichen Beitrag dazu liefern die hunderttausende Bäume dieser Stadt. Alleine das Laub der rund 100.000 Alleebäume entspricht einer Masse von ca. 1.000 Tonnen (trockener Zustand).

Unmengen an Laub fallen im Herbst auch in den städtischen Parkanlagen an, sorgen die Wiener Stadtgärten immerhin für geschätzte 350.000 bis 500.000 Bäume in den Parkanlagen Ein Großteil dieses Laubes wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der MA 42 – Wiener Stadtgärten gesammelt und ins Kompostwerk Lobau zur Kompostierung gebracht. Ein Teil des Laubes verbleibt in den Parkanlagen, es dient dort als natürlicher Dünger und als Rückzugsmöglichkeit für z. B. Igel.

Aufgaben der MA 48

Die MA 48 ist zuständig für die Entfernung des Laubes von den Fahrbahnen. Da die Blätter teilweise die Emissionen aus dem Straßenverkehr aufnehmen, gelangt das Material von den Straßen gemeinsam mit dem Straßenkehricht zur energetischen Verwertung in eine der Müllverbrennungsanlagen. Hier entsteht bei der thermischen Behandlung Strom und Fernwärme für Wiener Haushalte. Die Entfernung des Laubs erfolgt in der Stadt Wien zum Großteil manuell bzw. mit Kehrmaschinen, teilweise unterstützen aber auch sogenannte Laubsauger, um die großen Mengen effizient zu bewältigen. Laubbläser werden in der Stadt Wien schon seit Jahren nicht mehr eingesetzt, um keinen Feinstaub zu verursachen.

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