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Hinter den Kulissen von WienTourismus: "Wien als tolerante Metropole zeigen"

Nikolaus Gräser: "Song Contest gehört in die Welthauptstadt der Musik"
Nikolaus Gräser: "Song Contest gehört in die Welthauptstadt der Musik" ©VIENNA.at
Nikolaus Gräser ist bei WienTourismus für die internationale Kommunikation und Pressearbeit zuständig. Sein Wunsch und Ziel: Wien beim Eurovision Song Contest als tolerante Metropole für Musik und zeitgenössischen Lebensstil zu präsentieren.
Ausblick aufs Finale
Diese Länder nehmen teil
Werbung für Wien und den ESC

Geht es nach Nikolaus Gräser, so werden Wien als bester ESC-Gastgeber aller Zeiten und der 60. Eurovision Song Contest als „gastfreundlichster und best-organisierter Song Contest“ in die Geschichte eingehen – „eine unglaublich spannende berufliche Challenge“ für alle Beteiligten. Die Frage, die bei den Überlegungen von WienTourismus im Vorfeld des ESCs im Mittelpunkt stand, ist folgende: Welche Facetten der Stadt präsentiert man 200 Millionen TV-Zuschauern, um ein möglichst positives Bild von der Gastgeberstadt zu vermitteln?

Gräser arbeitet in Bezug auf den ESC mit den unterschiedlichsten Institutionen der Stadt zusammen. Besonders spannend an diesem Zusammenspiel: „Alle ziehen an einem Strang. Man hat das Gefühl, ganz Wien hilft mit, sich so gut wie möglich darzustellen.“ – Das Motto “Building Bridges” greife eben auch im Organisationsteam.

Am Tag nach Conchitas Sieg hat die heiße Phase begonnen

Direkt mit dem Song Contest betraut sind bei WienTourismus ungefähr zehn Mitarbeiter – viele weitere haben am Rande mit dem Event zu tun. Das Team hat sofort am Tag nach dem Song Contest-Finale 2014 mit seiner Arbeit begonnen: Die Facebook-Seite “Vienna 4 Eurovision Song Contest” wurde ins Leben gerufen und Wien hat sich als mögliche Gastgeberstadt für den ESC ins Gespräch gebracht – mit ernstzunehmender Konkurrenz. Warum die Bundeshauptstadt sich gegen Innsbruck, Graz und Co. durchsetzen konnte? Die bereits vorhandene Infrastruktur, sowie die Anzahl der Hotelbetten und der Direktflüge waren ausschlaggebend. Außerdem gehöre ein Song Contest einfach in die “Welthauptstadt der Musik”, so Gräser.

Überstunden werden gerne in Kauf genommen

So sieht die ViennaSphere aus.
So sieht die ViennaSphere aus. ©ORF/Roman Zach-Kiesling

Als dann fixiert wurde, dass der 60. ESC in Wien über die Bühne gehen soll, wurde “mehr oder weniger durchgearbeitet”. Schließlich handle es sich um ein Projekt, “bei dem es die ein oder andere Überstunde gibt”. Die Aufgaben, die WienTourismus rund um den ESC übernommen hat, sind höchst unterschiedlich: Gemeinsam mit dem ORF wurden beispielsweise die “Trips for Free” ins Leben gerufen, bei denen den 1.700 akkreditierten Journalisten mehr als 100 Programmpunkte vom Staatsopernbesuch über einen Kochkurs bis zum Bungee-Sprung vom Donauturm geboten werden. Außerdem wurde die “ViennaSphere”, eine riesengroße aufblasbare Kugel,  auf Europa-Tournee geschickt – mit dabei: Conchita Wurst als “inoffizielle Gastgeberin des Song Contests”. Zusätzlich wird es im Song Contest-Pressezentrum einen Stand geben, an dem den Journalisten Ideen für Wien-Stories geliefert werden und ein Programm für die Kommentatoren wird gestaltet.

Auf eines freut sich Nikolaus Gräser ganz besonders: “Die Stadt im Song Contest-Fieber mitzuerleben und dieses Fieber mit der ganzen Welt zu teilen.” Veranstaltungsmäßig gibt es für ihn persönlich zwei große Highlights: das Finale und die zugehörige Aftershowparty.

Nach dem Song Contest geht die Arbeit weiter

“Mit der Nennung des Siegers ist das Projekt für uns noch nicht beendet”, erklärt Nikolaus Gräser. Reportings und Analysen laufen bis Ende des Sommers. Eine Evaluierung soll klären, ob alle Kommunikationsziele erreicht wurden. Man möchte neue Zielgruppen ansprechen, für die Wien bislang nicht so interessant war. Außerdem wird es voraussichtlich einen regen Austausch mit der nächsten Austragungsstadt geben – wo auch immer der Song Contest 2016 stattfinden mag. (SVA)

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