Hinter den Kulissen des Marketings: “Eine großartige Chance für Wien”

Von Sarah van den Berg
Barbara Forsthuber freut sich sehr auf die ESC-Woche in Wien.
Barbara Forsthuber freut sich sehr auf die ESC-Woche in Wien. - © VIENNA.at
Der Eurovision Song Contest sei „eine großartige Chance für Wien, sich zu zeigen“, meint Barbara Forsthuber, Geschäftsführerin der stadt wien marketing gmbh. Die Bilder vom Event gehen um die Welt und die Stadt will diese Chance nutzen, um eine jüngere Zielgruppe zu erreichen und für sich zu begeistern.

Die Stadt Wien sei DER Kooperationspartner schlechthin beim Eurovision Song Contest, erklärt Barbara Forsthuber. Sie nehme auch die Rolle eines Bindeglieds ein, denn eine enge Zusammenarbeit der unterschiedlichsten Magistratsabteilungen war erforderlich. Dabei habe so Manches zunächst „nicht lösbar“ gewirkt, „aber trotzdem lässt sich irgendwie immer eine Lösung finden“, so Barbara Forsthuber.

In einem Vertrag mit dem ORF wurden mehrere Aufgaben festgehalten, die die Stadt in Bezug auf den ESC übernimmt: Die Stadt bewirbt den ESC in ihren eigenen Medien und ist für die „City-Dekoration“ verantwortlich. Außerdem sorgt sie dafür, dass alle Delegierten die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzen können und richtet zwei Veranstaltungen aus: Die Übergabe der Insignien, bzw. den Allocation Draw und die offizielle Eröffnungsfeier im Rathaus.

In ganz Wien wird Werbung für den Song Contest gemacht. APA ©

Minutiöse Planung der Aufbauarbeiten

Eine Veranstaltung in der Größenordnung der ESC-Eröffnung sei etwas, das ihr Team normalerweise „mit Leichtigkeit“ umsetze. Da jedoch am Vorabend und vermutlich bis in die Morgenstunden der Life Ball im Wiener Rathaus gefeiert wird, ist die Planung sehr aufwendig und ein minutiöser Ablauf der Umbauarbeiten wurde erstellt. Sobald die Life Ball-Show am Rathausplatz beendet ist, beginnt der Aufbau des Eurovision Villages. Im Inneren des Gebäudes kann dieser erst viel später erfolgen. Wann genau? „Wenn der letzte Gast das Rathaus verlassen hat.“ Diese beiden großen Event in einer Location mit einem Abstand von nur wenigen Stunden zu veranstalten, ist eine große logistische Herausforderung. Um 16 Uhr sollte am Sonntag, den 17. Mai 2015, jedoch „alles stehen“.

Der Stress endet am 18. Mai

Für sie und ihr sechsköpfiges Team ist der größte Stress dann bereits am 18. Mai vorbei und sie können die restliche ESC-Woche entspannt genießen. „Dann läuft das Werkel und wir können nur mehr darauf schauen, dass es den Gästen gut geht, die Stimmung entsprechend ist und dass die Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden. „Ich freue mich auf die ganze Woche“, sagt die Geschäftsführerin und fügt hinzu, dass sie davon ausgeht, dass in der Stadt eine spezielle Stimmung herrschen werde – „noch ganz anders als bei der EURO.“

Das Finale am Samstag sei dann die „Krönung“ der Woche. Sie wird live dabei sein, wenn beim Public Viewing im Eurovision Village die Punkte aus Österreich verkündet werden.

Begeisterung für den Song Contest

Ihr gefällt es, dass die Begeisterung für den Song Contest heuer so groß ist: „Mich freut es, dass das Interesse am ESC heuer größer ist als sonst. Auch bei Leuten, die sich sonst nicht dafür begeistern lassen.“ Auch ihr eigenes Interesse hatte in den vergangenen Jahren nachgelassen: „So vor 20 Jahren ist das bei mir abgerissen. Vorher war der Song Contest immer ein Pflichttermin. Zuerst in der Familie, dann im Freundeskreis.“ In diesem Jahr ist das anders: „Heuer fiebere ich dem Song Contest entgegen.“ (SVA)

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