Gewitterwarnung sorgt für Konzertunterbrechung am Nova Rock

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Gewitterwarnung sorgt für Konzertunterbrechung am Nova Rock
Kein Glück mit dem Wetter beim Nova Rock: War man am Samstag noch glimpflich davon gekommen, mussten beim diesjährigen Nova Rock in Nickelsdorf am Sonntagnachmittag die Konzerte auf allen Bühnen unterbrochen werden. Abgesehen davon gab sich der Veranstalter zufrieden.

Grund war eine “90-prozentige Gewitterwahrscheinlichkeit”, wie dem Publikum mitgeteilt wurde. Bereits kurze Zeit später begann es heftig zu regnen und waren auch die ersten Blitze am Himmel zu sehen.

Gewitter stoppt das Nova Rock

Das Publikum vor den Bühnen wurde aufgefordert, den Bereich zu verlassen und sich Unterschlupf zu suchen. Am Samstag war das Unwetter noch nach einer rund einstündigen Regenphase weitergezogen.

Veranstalter sonst “äußerst zufrieden”

Kurz vor der Unterbrechung durch die Gewitterwarnung am Sonntag hatte sich Ewald Tatar, Veranstalter des Nova Rock, über das heurige Festival noch sichtlich zufrieden gezeigt. Angesichts der neuen Konkurrenz in Form des Rock in Vienna hätte man nicht gewusst, “wie das ausgeht”. Nun freute sich der Burgenländer über “125.000 Besucher über drei Tage, mit den meisten bei den Toten Hosen am Samstag”, wie er im Gespräch mit der APA bilanzierte.

APA: Herr Tatar, wie zufrieden können Sie mit dem diesjährigen, dem elften Nova Rock sein? Sie haben ja Konkurrenz bekommen und auch noch das Gelände neu gestaltet.

Tatar: Äußerst, muss ich ehrlich sagen. Es war eine ziemliche Anspannung da, wir haben ein dreiviertel Jahr an dem Gelände gearbeitet und getüftelt und getüftelt. Jetzt sind wir natürlich noch auf ein paar Dinge draufgekommen, die wir nächstes Jahr besser machen können. Aber das Grobe hat absolut gepasst. Ich konnte endlich umsetzen, was seit Jahren in meinem Kopf herumgeistert. Ich habe bis jetzt kein einziges negatives Feedback bekommen. Wenn ich rausgehe, kommen die Leute zu mir und bedanken sich. Das freut mich sehr.

Große Herausforderungen am Nova Rock 2015

APA: Die Bühnen gleichzeitig zu bespielen und parallel auszurichten, um die Gehwege für die Fans zu verkürzen, war das eine große Herausforderung?

Tatar: Wir haben uns das von zwei unabhängigen Tontechnikern ausrechnen lassen, von einem Deutschen und einem Österreicher, weil wir auf Nummer sicher gehen wollten. Es wurde genau berechnet, wie weit die beiden Bühnen voneinander weggedreht sein müssen, wie weit die eine Bühne weiter rausstehen muss als die andere, damit es keine Soundvermischungen gibt. Auch das ging auf! Ich war selbst im Vorfeld nervös. Nur den VIP-Bereich, den wir zwischen beiden Bühnen anlegen wollten, konnten wir so nicht bauen. Daher sind heuer die VIP-Bereiche, wo sie bisher waren.

Konkurrenz durch Rock in Vienna?

APA: Hat Ihnen das Festival in Wien Gruppen weggeschnappt?

Tatar: Ich hatte mit dem Booking überhaupt keine Probleme. Beim Rock in Vienna gab es nur eine Band, die ich gerne gehabt hätte, aber nicht für das Nova Rock. Das waren Muse, die hätte ich gerne zum Frequency Festival nach St. Pölten geholt. Aber alle anderen, die ich für das Nova Rock wollte, habe ich bekommen. Ok, eine nicht, aber die hatte auch Rock in Vienna nicht.

APA: Wie blicken Sie in die Zukunft des Festivals?

Tatar: Nur positiv. Diese Situation heuer (die Einführung des Rock in Vienna, Anm.) hat uns sicherlich in eine abwartende Position gebracht, weil ich nicht gewusst habe, ob es gut für uns ausgeht. Aber das hat sich dann doch in den letzten Monaten abgezeichnet. Dass es so gut ausgeht, hätte ich aber nicht geglaubt. Wir haben bis 2021 einen Vertrag hier – und das Nova Rock wird es daher bis 2021 hier geben. Ich mache mir über andere keine Gedanken. Ich weiß, was ich im nächsten Jahr realisieren will, nur das zählt.

Mehr zum Nova Rock hier.

(apa/red)

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