Fünf “vergessene Orte” in den Wiener Außenbezirken

Von Sarah van den Berg
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Selbst für Wiener gibt es in Wien noch viel zu entdecken.
Selbst für Wiener gibt es in Wien noch viel zu entdecken. - © WienTourismus/Peter Rigaud
Ein Wasserturm in Wien-Favoriten, das Agnesbründl, der “Nobelfriedhof” in Wien-Währing, die Ruinenvilla in Penzing und die Habsburgwarte im 19. Bezirk: Wir stellen fünf “vergessene Orte” aus den Wiener Außenbezirken vor.

Ein Brunnen, der einem die richtigen Lottozahlen vorhersagen soll, ein voll funktionstüchtiger Wasserturm, in dem jetzt die Kunst die Hauptrolle spielt und eine Villa, die schon in dem Jahr als sie erbaut wurde, eine Ruine war – das sind nur einige der “vergessenen Orte”, die wir vorstellen.

Der Wasserturm am Wienerberg

Der Wasserturm am Wienerberg war nicht lange in Betrieb. Christian Fuerthner / PID ©

Der Wasserturm an der Triester Straße im 10. Bezirk steht unter Denkmalschutz. Erbaut wurde er 1898, um den notwendigen Wasserdruck am Wienerberg zu gewährleisten. In Betrieb war er nur kurze Zeit. Heute finden im Turm Ausstellungen statt, an das Wassernetz ist er nicht mehr angeschlossen, obwohl er vom technischen Stand her noch immer einsatzfähig wäre.

Das Agnesbründl

Es gibt viele Legenden rund um das Agnesbründl. Fürthner / PID ©

Am höchsten Punkt des Stadtgebiets liegt das Agnesbründl, um das sich zahlreiche Sagen ranken: So heißt es beispielsweise, dass man nach dem Trinken aus der Quelle die Lottozahlen der nächsten Ziehung kenne. Einer anderen Legende zufolge wurde der Brunnen nach der Tochter einer dort lebenden Waldfee benannt, die den Namen Agnes trug. Eine Gedenktafel vor Ort gibt weitere Informationen darüber. Ein Besuch des Agnesbründls lässt sich hervorragend mit einer Wanderung auf dem Stadtwanderweg 2 verbinden.

Der “Nobelfriedhof” in Wien-Währing

Viele Prominente wurden auf dem Friedhof in Währing bestattet. dpa (Symbolbild) ©

Der Währinger Park war vor 1923 ein Friedhof und wurde, da dort viele prominente Persönlichkeiten bestattet worden sind, damals als “Nobelfriedhof” bezeichnet. Unter anderem fanden dort Friedrich von Gentz und Clemens Wenzel Metternich ihre letzte Ruhestätte. Der Denkmalhain im Park lässt die Geschichte mit 58 kulturgeschichtlichen Grabsteinen lebendig werden.

Die Ruinenvilla im Dehnepark

Die Ruinenvilla befindet sich im Dehnepark im 14. Bezirk. VIENNA.at/ Sarah van den Berg ©

Die Ruinenvilla im Dehnepark im 14. Bezirk war der Landsitz der Fürstin Antonie von Paar, geb. Liechtenstein. Sie kaufte die künstlich errichtete Ruine 1871. Bis zum Ende des zweiten Weltkriegs war der Park in Privatbesitz, wurde dann jedoch von der Stadt Wien gekauft und 1973 öffentlich zugänglich gemacht. Eine Nachnutzung des Gebäudes wird seit Jahren diskutiert, aber noch nicht in die Wege geleitet. Neben der Ruinenvilla gibt es im Dehnepark noch ein weiteres Highlight: Rotwangen-Schmuckschildkröten sind dort heimisch geworden und lassen sich am Teich beobachten.

Die Habsburgwarte im 19. Bezirk

An Sommerwochenenden kann man die Habsburgwarte besichtigen. Kronsteiner/PID ©

Auf der Aussichtsplattform der Habsburgwarte im 19. Bezirk befindet sich der Fundamentalpunkt der österreichischen Landesvermessung, der 1892 vom k. u. k. Militärgeographischen Institut bestimmt wurde. Heute wird das Gebäude am Hermannskogel von der EVN als Richtfunkstation genutzt, im Sommer kann man es an Wochenenden besichtigen. Der Eintritt kostet einen Euro. Infos zu den Öffnungszeiten finden Sie hier.

Weitere Beiträge aus der Reihe “Vintage Vienna” finden Sie hier.(SVA)

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