FPÖ gewann in allen 23 Bezirken – Enttäuschung für SPÖ, ÖVP und Grüne

Grund zur Freude hatte nur die FPÖ - betrachtet man die Bezirksergebnisse.
Grund zur Freude hatte nur die FPÖ - betrachtet man die Bezirksergebnisse. - © APA
Die gr0ßen Zugewinne der FPÖ und die Verluste von ÖVP und SPÖ bei der Wiener Gemeinderatswahl, kann man auch in den Ergebnissen der einzelnen Bezirken ablesen: Die FPÖ gewann in allen 23 Stadtteilen, die SPÖ nur in fünf. Die Grünen konnten nur in der Brigittenau ein minimales Plus generieren. Die ÖVP verlor in allen Bezirken – in manchen büßte sie sogar mehr als zehn Prozentpunkte ein.

Das größte Plus fuhr die FPÖ im 11. Wiener Gemeindebezirk mit gut 8,7 Prozentpunkten ein. Damit kam sie auf 44,2 Prozent und überholte dort die SPÖ, die in Simmering mit 9,3 Prozentpunkten ihr größtes Minus erlitt und nur mehr bei 39,7 Prozent hält. Ebenfalls besonders stark zulegen konnte die FPÖ im 21. und 22. Bezirk – um 8,7 bzw. 8,3 Prozentpunkte. In eben jenen beiden Bezirken Floridsdorf und Donaustadt erlitt die SPÖ ihre zweit- und drittgrößten Verluste (minus 8,8 bzw. minus 8,4 Prozentpunkte).

Wien-Wahlergebnis von SPÖ und ÖVP

Dazugewinnen konnte die SPÖ bei der Wien Wahl 2015 in lediglich fünf Bezirken: In der Inneren Stadt, in der Josefstadt, Wieden, Währing und Alsergrund. Das größte SPÖ-Plus gab es im 1. Bezirk: 2,9 Prozentpunkte mehr als 2010 brachten 34 Prozent und reichten für Platz eins in der Innenstadt.

In dieser bisher schwarzen Hochburg erlitt die ÖVP ihre größten Stimmenverluste – ein Minus von 14 Prozentpunkten bedeutete mit 18,8 Prozent sogar das Abrutschen hinter die FPÖ (22,5 Prozent) auf Platz drei. Auch in Wieden (minus 10,3 Prozentpunkte) und in der Josefstadt (minus 10,2) war das schwarze Minus zweistellig. Die noch geringsten Verluste verzeichnete die Volkspartei im 10. Bezirk: In Favoriten büßte die ÖVP – allerdings von sehr niedrigem Niveau aus – weitere 2,7 Prozentpunkte ein und kam auf 5,9 Prozent der Stimmen.

Ergebnis für die Grünen und NEOS

Die Grünen erzielten mit einem hauchdünnen Plus von 0,3 Prozentpunkten lediglich in der Brigittenau einen Zuwuchs. Überall sonst setzte es Verluste. Das größte Minus setzte es für die Öko-Partei im 1. Bezirk, wo sie 4,1 Prozentpunkte einbüßte und mit 12,4 Prozent auf dem vierten Rang landete. Mehr als drei Prozentpunkte büßten die Grünen auch noch in Wieden (-3,4) und Alsergrund (-3,0) ein.

Die erstmals angetretenen NEOS erzielten ihr bestes Ergebnis mit 11,0 Prozent im 1. Bezirk. Auch im 18. Bezirk wurden die Pinken mit 10,3 Prozent zweistellig. Die wenigsten Wähler begeistern konnten die NEOS in Favoriten, wo nur 3,4 Prozent der Wähler für Pink votierten.

Noch nicht berücksichtigt sind in dieser Aufstellung die Stimmen aus der Briefwahl sowie aus in fremden Wahlkreisen abgegebenen Wahlkarten. Diese Stimmen werden erst am Montag ausgezählt und liegen erst in der Nacht auf Dienstag vor.

(apa/red)

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