Flüchtlingsdrama auf A4: Fünfte Festnahme eines Verdächtigen in Ungarn

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Ermittlungen auf der A4 nach dem Flüchtlingsdrama
Ermittlungen auf der A4 nach dem Flüchtlingsdrama - © EPA
Weitere Festnahme nach Flüchtlingsdrama auf der A4: Nach dem Fund von 71 vermutlich erstickten toten Flüchtlingen in einem Kühltransporter auf der A4 im Burgenland ist in der Nacht auf Sonntag in Ungarn ein fünfter Verdächtiger gefasst worden.

Der bulgarische Staatsbürger sei am Samstagabend festgenommen worden, teilte die ungarische Polizei am Sonntag mit. Gegen ihn werde wegen Menschenschmuggels ermittelt, hieß es. Einzelheiten nannte die Behörde nicht.

Festnahmen nach Flüchtlingsdrama auf der A4

Am Donnerstag wurden in einem Lkw auf der Ostautobahn (A4) im Bezirk Neusiedl am See die Leichen von 71 Flüchtlingen, darunter vier Kinder, gefunden. Der Kühllaster mit dem Logo eines slowakischen Geflügelhändlers war in Ungarn registriert. Die ungarische Polizei hatte noch am selben Tag vier Verdächtige festgenommen.

Über die Männer im Alter von 28, 29, 37 und 50 Jahren – ein afghanischer und drei bulgarische Staatsbürger – verhängte das Kreisgericht in Kecskemet am Samstag Untersuchungshaft. Sie sind nach Einschätzung der Polizei Handlanger eines bulgarisch-ungarischen Schlepperrings.

Papst rief zu Gebeten für Todesopfer auf

Papst Franziskus hat indessen beim Angelusgebet am Sonntag zu Gebeten für die 71 Todesopfer des Flüchtlingsdramas auf der A4 aufgerufen. Er bete für alle “Brüder und Schwestern”, die bei “fürchterlichen Reisen” ihre Leben verloren haben, sagte der Papst. Franziskus und die auf dem Petersplatz versammelten Gläubigen hielten inne, um im Gebet der Todesopfer zu gedenken.

Franziskus bat um die Unterstützung Gottes, um die Flüchtlingstragödie möglichst rasch zu beenden. Er sprach zudem dem Wiener Erzbischof Christoph Schönborn, der sich aktuell in Rom aufhält und am Angelusgebet teilnahm, und der österreichischen Kirche sein Mitgefühl aus.

(apa/red)

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