Explosionen bei Marathon in Boston: Österreichischer Augenzeuge beschreibt “bange Momente”

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Explosionen bei Marathon in Boston: Augenzeuge aus Österreich beschreibt Vorfall Explosionen bei Marathon in Boston: Augenzeuge aus Österreich beschreibt Vorfall - © AP
Drei Tote, darunter ein Kind, und mehr als 100 Verletzte forderten die Bombenexplosionen beim Marathon in Boston am Montag. Auch 41 Österreicher waren für den Lauf angemeldet. Nun hat sich ein österreichischer Augenzeuge gemeldet.

Der österreichischer Augenzeuge beschreibt die Minuten direkt nach der Bombenexplosion beim Boston-Marathon als “bange Momente”: Anfangs habe er nicht gewusst, ob alle Mitglieder seiner Reisegruppe wohlauf seien, erzählte Josef E., der ein Team von 10 Läufern aus Vösendorf betreute und sich zum Zeitpunkt der Explosion 500 Meter vom Zieleinlauf entfernt befand, gegenüber dem Radiosender Ö3.

Österreicher berichtet aus Boston

“Es hat einen ziemlichen Knall gegeben. Beim ersten habe ich mir noch nicht viel gedacht. Beim zweiten hat jeder entlang der Strecke Richtung Ziellinie geschaut. Man hat auch einen Feuerball gesehen und es hat nach Verbranntem gerochen. Da hat man gemerkt, dass etwas Gröberes passiert ist,” schildert E. die Momente nach der Detonation.

Erst als nach einer Stunde alle Teilnehmer das rund einen Kilometer vom Ziel entfernte Hotel erreicht hätten, sei er sicher gewesen, dass niemand verletzt wurde.

Boston-Anschlag: Betroffenheit in Wien

Der 30. Vienna City Marathon am Sonntag in Wien ist ohne Zwischenfälle über die Bühne gegangen, rund 40.000 Läufer und Läuferinnen waren auf den Beinen, Tausende Zuschauer säumten die Strecken oder hatten sich am Ziel auf dem Heldenplatz eingefunden. Die Betroffenheit bei VCM-Veranstalter Wolfgang Konrad nach den Bombenanschlägen beim Marathon in Boston, bei denen drei Menschen ums Leben kamen, ist groß.

“Wir sind betroffen und schockiert über die Nachrichten aus Boston. Unsere Gedanken sind bei den Menschen dort und deren Familien, denen wir uns als Freunde des Marathonsports nahe fühlen”, wird Konrad in einer Aussendung zitiert. “Alle Beteiligten müssen die Fakten, sobald sie vorliegen, genau analysieren. Marathon laufen ist weltweiter Ausdruck für ein friedliches Miteinander, umso erschütternder sind diese Vorfälle”, meinte er weiter. Was dies für den Marathon im kommenden Jahr in Wien bedeuten könnte, ließ sich noch nicht sagen.

Video von den Explosionen in Boston

Der London-Marathon am Sonntag, den 21. April mit 36.000 Teilnehmern soll wie geplant stattfinden. Allerdings würden zusammen mit den Veranstaltern die Sicherheitsvorkehrungen überprüft, teilte die Metropolitan Police in London mit. Chef-Organisator Nick Bitel reagierte ob der Nachrichten sehr betroffen. “Wir sind tieftraurig und geschockt. Das ist ein sehr trauriger Tag für die Leichtathletik und unsere Freunde vom Marathonlauf.” Der London Marathon führt quer durch die Innenstadt an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbei und zieht jährlich rund eine halbe Million Zuschauer an.

Nach Angaben der Veranstalter waren 41 Österreicher für den Lauf angemeldet, auf der Starterliste finden sich jedoch nur 37 Namen aus Österreich. 25 Österreicher erreichten das Ziel, bevor der Marathon nach zwei Bombenexplosionen gegen 14.50 Uhr (Ortszeit, 20.50 Uhr MESZ) abgebrochen wurde. Die Laufzeit des Langsamsten betrug 4:05 Stunden, zur Detonation kam es nach 4:09 Stunden. Das Außenministerium hat bisher keine Hinweise auf verletzte oder getötete Österreicher.

(Red./APA)

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