Explosion in Hernals forderte ein Todesopfer

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Die Explosion in Hernals forderte ein Todesopfer
Die Explosion in Hernals forderte ein Todesopfer - © Das Gebäude ist aus aktueller Sicht nicht einsturzgefährdet, die Brandwohnung wird auf statische Schäden untersucht.
Die verheerende Explosion in einem Wohnhaus auf der Hernalser Hauptstraße 210 am Donnerstagmorgen forderte ein Todesopfer.

Laut dem derzeitigen Nachrichtenstand wurden bei dem Unglück in Hernals zahlreiche Personen verletzt, unter den Schwerverletzten befindet sich auch ein Monat altes Baby. Der Brand wurde mittlerweile gelöscht, wie die Einsatzkräfte der Feuerwehr melden.

Todesopfer nach Explosion in Hernals

Eine Person starb nach der Einlieferung ins Krankenhaus, sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger. Ausgelöst wurde die Katastrophe, durch die weiters drei Menschen, darunter ein Kleinkind, schwer und neun weitere Personen leicht verletzt wurden, offenbar durch Gas. Ein Gerichtsvollzieher habe gegen 7.45 Uhr bei einer Wohnung im Haus Hernalser Hauptstraße 210 angeläutet. Anschließend sei die gerichtlich angeordnete Wohnungsöffnung durchgeführt worden. “Dabei kam es zur Explosion eines Gas-Luft-Gemischs”, sagte Eidenberger. Vor der Tür standen neben dem Gerichtsvollzieher das Paar, das die Bleibe im Erdgeschoß vermietet hatte, und ein Schlosser.

Vermieter bei Delogierungsversuch getötet

Der Vermieter der Hinterhofwohnung starb nach der Einlieferung ins Spital. Ein erst ein Monat altes Baby in einer Nachbarwohnung erlitt durch herabstürzende Mauerteile schwere Verletzungen, zwei Männer wurden ebenfalls schwerst verletzt. Der Mieter, ein 55-jähriger Österreicher, der delogiert werden sollte, werde derzeit als Beschuldigter geführt. Er sei allein in der Wohnung gewesen und wurde bei dem Vorfall ebenfalls verletzt. Ob die Explosion fahrlässig oder bewusst herbeigeführt worden ist, sei noch Gegenstand der Ermittlungen, betonte der Polizeisprecher. Das Landeskriminalamt untersucht den Fall.

Baby von Mauerteilen am Kopf verletzt

Das Baby, ein Mädchen, ist von Mauerteilen am Kopf getroffen worden. Nach der notfallmedizinischen Erstversorgung an Ort und Stelle kam das Kind in ein Krankenhaus. Dort gaben die Ärzte vorsichtig “leichte Entwarnung”: Die Verletzungen seien zwar schwer, vermutlich aber nicht lebensbedrohlich, berichtete Andreas Huber, Sprecher der Berufsrettung. Die beiden schwerverletzten Männer haben Knochenbrüche bzw. auch innere Verletzungen davongetragen. Weitere fünf Menschen wurden von der Rettung u.a. mit Prellungen, Abschürfungen oder Brüchen in Spitäler gebracht, andere mit leichteren Verletzungen wurden am Einsatzort medizinisch betreut.

14 Personen wurde evakuiert

Im betroffenen Wohnhaus und dem Nachbargebäude waren insgesamt 14 Menschen von der Evakuierung betroffen. Wann sie ihre Wohnungen in den Häusern Hernalser Hauptstraße 210 und 208 wieder betreten können werden, war zunächst offen. Die Bewohner wurden zwischenzeitlich in Bussen untergebracht. Ort der Explosion war nach Angaben der Feuerwehr eine Erdgeschoßwohnung in einem hofseitigen Gebäudeteil des Hauses. Durch die Wucht waren viele Fenster zerborsten. Das Gebäude sei aus aktueller Sicht nicht einsturzgefährdet.

Bewohner derzeit in Bussen untergebracht

Die Brandwohnung wurde am Vormittag auf statische Schäden untersucht. Danach beginne für die Einsatzkräfte die Suche nach der genauen Ursache der Explosion, sagte Feuerwehrsprecher Christian Feiler der APA. Neben einem Großaufgebot an Einsatzkräften war auch die Akutbetreuung der Stadt Wienan Ort und Stelle. Zudem trat der Peer Support der Polizei in Aktion, der Polizisten nach stark belastenden Einsätzen unterstützt. Das Landeskriminalamt hat Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen.

>> Weitere Informationen zur Explosion

(APA/Red.)

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