Essen beim Ball des Jahres: Festliche Spezialmenüs zu gesalzenen Preisen

Das Opernball-Menü im Hotel Sacher ist zwar nicht billig, hat aber langjährige Tradition
Das Opernball-Menü im Hotel Sacher ist zwar nicht billig, hat aber langjährige Tradition - © APA
Dass die Opernball-Besucher für den kulinarischen Genuss rund um die Staatsoper auch öfter mal tiefer in die Tasche greifen müssen, ist bekannt. Von Straßburger Gänseleber bis zum Rinderfilet im Kräutermantel – die Hotels Imperial, Bristol und Ritz-Carlton bieten erlesene Menüs für das eher größere Portemonnaie. Als günstigere Alternative winkt der Würstelstand.

Wollen sich Gäste vor dem Besuch des Opernballs am 7. Februar noch kulinarisch stärken und Champagner, teure Weine und mehrgängige Menüs genießen, so hat ihr Brieftascherl gut gefüllt zu sein. Denn die Gourmettempel um das Sangeshaus kredenzen an diesem Abend zwar lukullische Genüsse der Extraklasse, verlangen dafür aber zum Teil auch gesalzene Preise.

“Alles Walzer” im Sacher

Im Nobelhotel “Sacher”, direkt hinter der Staatsoper, wird ein spezielles Fünf-Gänge-Menü serviert, das den Namen “Alles Walzer” trägt. Gestartet wird mit einer Straßburger Gänseleber mit Kaffee und Mispeln, es folgt eine Consomme vom Bretonischen Hummer mit Royal und Estragon. Dann werden Wolfsbarsch mit Mangold und Muscheljus und ein Filet vom “Almo”-Ochsen mit geschmortem Wintergemüse, Trüffel und Bäckerinerdäpfeln serviert. Den Abschluss bildet “Manjari”-Schokolade mit Kokos und Mango.

Inklusive “korrespondierender Getränke” muss für dieses Menü 350 Euro hingeblättert werden. Zum Vergleich: Eine Opernballkarte schlägt mit “nur” 250 Euro zu Buche. Im “Sacher” gibt es allerdings auch eine günstigere – und wohl auch kalorienärmere – Alternative: Im “Sacher Eck” im Erdgeschoß des Hotels wird ein “Opernball Snack” angeboten – Fingerfood und Champagner um 75 Euro.

Opernball-Menüs im Bristol und Imperial

Auch im ebenfalls zur Sacher-Gruppe gehörenden Hotel “Bristol” am Kärntner Ring gibt es am Opernballabend spezielle Kreationen. Küchenchef Siegfried Kröpfl serviert Gänseleber-Terrine mit schwarzer Trüffel und Gewürztraminer, dann Steinbuttfilet auf Oliven-Erdäpfel-Creme und Champagnersauce. Anschließend können sich Gourmets an einem rosa gebratenen Kalbsfilet mit Kalbskopf-Ragout und feinen Tagliarini erfreuen. Als Dessert stehen Mille-Feuille von der Schokolade mit Beeren auf der Karte. Inklusive Weinbegleitung kostet dieses Menü 295 Euro.

Im “Imperial” werden die Gäste mit Hummermousse auf Apfel-Fenchelsalat in Walnußvinaigrette und Kaviar von der Salzburger Kaviarmanufaktur, gebratenem Störfilet auf Gemüsecappelle mit Buttermilchschaum und Filet vom steirischen Hochlandrind mit Pistazienstreuseln, Senfkohl und Topinambur-Kürbisroulade auf die Tanzveranstaltung eingestimmt. Als Dessert gibt es ein Törtchen von Valrhona-Schokolade und Walnusskrokant mit Preiselbeer-Cassiseis. Inklusive Champagnerempfang, Weinbegleitung, Mineralwasser und Kaffee kostet das Mahl 230 Euro.

Günstiger essen im Ritz-Carlton

Günstiger speisen die Ballgäste im nahe gelegenen “Ritz-Carlton”. Im hoteleigenen Restaurant “Dstrikt” kostet das fünfgängige Opernballmenü “nur” 99 Euro. Gourmets werden dort mit “Mosaik von in Zitronengras gebeiztem Thunfisch und Heilbutt” mit Vanille-Limetten-Dressing kulinarisch beglückt. Dann folgt ein Wachtelconsomme mit Foie-Gras-Ravioli. Als Zwischengang gibt es ein Passionsfrucht-Ingwer-Sorbet. Anschließend folgt ein Rinderfilet im Kräutermantel, glaciertem Wurzelgemüse und Portwein-Jus. Abschließend gibt es eine Trilogie von der Schokolade.

Auch im Dinnerclub Albertinapassage, dessen Eingang sich schräg vor der Staatsoper befindet, wird ein spezielles Opernballmenü serviert. Auf der Karten stehen Ceviche von der Goldbrasse mit Ingwer und Kaviar vom Saibling, gefolgt von einer Melange vom Perigord-Trüffel und Erdäpfel. Edel-Gaumen erfreuen sich dann an einem Almochsenfilet vom Jospergrill mit Pastinakenpüree und Gänselebersauce und schließlich an einem Honig-Mandel-Parfait mit gepfefferter Ananas – um einen Menüpreis von 145 Euro, inklusive einem Glas Champagner.

Auch traditionell: Der nahegelegene Würstelstand

Wer sein Geldtascherl nicht überstrapazieren, aber doch ein traditionelles Opernballmenü genießen will – hier ein Tipp. Ein paar Schritte über die Straße zwischen Oper und Albertina befindet sich ein Würstelstand, an dem sich alljährlich die Ballgäste scharen, um Frankfurter mit Senf und Brot zu verspeisen. Kostenpunkt: 3,20 Euro.

(apa/red)

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