Elfjähriger stoppte Vater: Mordversuch-Prozess gegen Wiener erneut vertagt

Ein Wiener Taxifahrer steht wegen eines Mordversuchs vor Gericht
Ein Wiener Taxifahrer steht wegen eines Mordversuchs vor Gericht - © APA (Sujet)
Der Prozess gegen einen Taxilenker, der laut Anklage in Wien-Leopoldstadt seine Freundin niedergestochen und sich nun wegen Mordversuchs vor einem Schwurgericht zu verantworten hat, ist am Mittwoch im Landesgericht erneut vertagt worden.

Eine Nachbarin des Mannes, die als Zeugin aussagen hätte sollen, ließ sich krankheitsbedingt entschuldigen. Am 4. Dezember wird weiterverhandelt.

Attacke mit Messer von Sohn gestoppt

Der 57-Jährige hatte am 16. April 2015 die um 22 Jahre jüngere Frau in der gemeinsamen Wohnung in der Rustenschacherallee mit Fäusten und einem Küchenmesser attackiert, nachdem er eine in seinen Augen verdächtige Eintragung in ihrem Kalender entdeckt hatte. Er unterstellte der 35-Jährigen schon länger außereheliche Affären. Dem Staatsanwalt zufolge überlebte die Frau nur deshalb, weil der elfjährige Sohn des Paares dazwischen ging und der Mutter damit die Flucht aus der Wohnung ermöglichte.

“Schlampige” Ermittlungen gegen Taxifahrer

Der Angeklagte hatte sich beim Prozessauftakt Ende September “nicht schuldig” bekannt. Verteidiger Rudolf Mayer kritisierte die Polizei, die in diesem Fall “schlampig” ermittelt habe. Es sei davon auszugehen, dass die 35-Jährige auf den Mann eingestochen habe, so Mayer. Die Frau hatte das am ersten Verhandlungstag in Abrede gestellt.

(apa/red)

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