Ein Jahr nach Hauseinsturz auf der Mariahilfer Straße: Noch keine Sanierung

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Das Haus war nach einer Explosion eingestürzt,
Das Haus war nach einer Explosion eingestürzt, - © APA
Der durch eine Explosion ausgelöste Teileinsturz eines Hauses auf der Äußeren Mariahilfer Straße jährt sich am 26. April zum ersten Mal. Damals kam ein 19-Jähriger ums Leben. Er hatte zuvor in Suizidabsicht eine Gasleitung in seiner Wohnung manipuliert und so das Unglück ausgelöst. Ein Jahr später ist das Gebäude noch immer eine Ruine, eine Sanierung soll erst im Herbst beginnen.

Der folgenschwere Zwischenfall, bei dem einige Bewohner teils schwer verletzt wurden, hatte sich an einem Samstagvormittag an der Adresse Mariahilfer Straße 182/Ecke Denglergasse ereignet (VIENNA.AT berichtete). Durch die Explosion war der dreigeschoßige Altbau ab dem zweiten Stock ungefähr bis zur Hälfte eingestürzt.

Durch Schutt und Trümmer musste ein Teil der Mariahilfer Straße inklusive der dort verkehrenden Straßenbahnlinien 52 und 58 für mehrere Tage gesperrt werden, das Gebäude wurde unter Aufsicht der Baupolizei abgesichert. Die grob beschädigten Teile des Hauses wurden abgetragen.

Ein Jahr nach Hauseinsturz: Noch keine Sanierung

Knapp zwölf Monate später hat sich am äußeren Erscheinungsbild der seitdem leer stehenden Immobilie so gut wie nichts geändert. Der Plan eines Wiederaufbaus sei aber weiterhin aktuell, versicherte Hausverwalterin Helga Brun. Neben einer kompletten Gebäudemodernisierung sei auch ein Dachgeschoßausbau geplant, wobei derzeit noch einige behördliche Bewilligungen ausständig seien: “Wir warten auf das Go der Baupolizei.”

Eineinhalb Jahre Zeit ab Start sind für die Arbeiten vorgesehen, wobei ein einstelliger Millionenbetrag investiert werde, so Brun. Geht alles nach Wunsch, soll die Sanierung im Spätherbst starten.

Haus noch immer “Ruine”

Hannes Kirschner, Stabsstellenleiter bei der Baupolizei, hält das durchaus für “denkbar”. “Wir sind natürlich nicht glücklich, dass das noch immer eine Ruine ist”, allerdings brauche es eben zahlreiche Bewilligungen. Diese reichen von der Prüfung des Stadtbilds bis zur Statik. Kirschner erklärte, dass etwa im Fall eines Dachgeschoßausbaus die Fundamente verstärkt werden müssten.

Ein Zeitraum von bis zu zwei Jahren für die Planungs- und Bewilligungsphase vergleichbarer Vorhaben sei nichts Außergewöhnliches, versicherte Kirschner. Wobei es sich beim vorliegenden Haus um einen “Sonderfall” handle.

(APA)

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