Der Vienna City Marathon ruft den “Super-Samstag” aus

Der Vienna City Marathon 2017 findet am 23. April statt.
Der Vienna City Marathon 2017 findet am 23. April statt. - © APA/Herbert Pfarrhofer
Im Rahmen des Vienna City Marathon am 23. April gibt es auch abseits der Königsdistanz ein spannendes und interessantes Programm.

Auch bei seiner 34. Auflage sorgt der Vienna City Marathon für Neuigkeiten und Rekorde. Am 23. April 2017 werden wieder mehr als 40.000 Teilnehmer in den diversen Laufbewerben an den Start gehen, erstmals steht am Samstag neben diversen Nachwuchsrennen auch die ÖM über zehn Kilometer auf dem Programm. Der “Super-Samstag” ist damit auch beim “VCM” ausgerufen.

“Es wird bei einer Straßenlauf-Meisterschaft einen so würdigen Rahmen und so viele Zuschauer wie nie zuvor geben”, freute sich ÖLV-Sportkoordinator Hannes Gruber über die Implementierung des Rennens, bei dem unter anderem Andreas Vojta, die Cross-Meister Christian Steinhammer und Andrea Mayr sowie die Hindernis-Spezialistin Lena Millonig starten werden. Die 19-jährige Cross-Vizemeisterin und Tochter des einstigen Hallen-Europameisters und Olympiastarters, Dietmar Millonig, will an die 35 Minuten heran laufen. Saisonziel ist aber die Teilnahme an den 3.000 m Hindernis bei der U20-EM im Juli in Grosseto.

Größte ÖLV-Hoffnung am Sonntag, an dem neben dem Marathon auch Halb- und Staffelmarathon auf dem Programm stehen, ist wieder Valentin Pfeil, der hier im Vorjahr sein Marathon-Debüt gegeben hat. Hatte er damals mit 2:16:37 Std. das Olympia-Limit verpasst, will der 28-jährige Oberösterreicher diesmal die etwas leichtere WM-Norm schaffen. “Ich habe die gleichen Füße, das gleiche Herz, die gleiche Lunge und den gleichen Kopf. Ich bin aber ein Jahr älter und werde es nun sicherlich professioneller angehen”, glaubt Pfeil, aus seiner Vorjahreserfahrung gelernt zu haben.

Vienna City Marathon: Österreichs internationalste Sportveranstaltung

Der seit 1984 jährlich durchgeführte Wien-Marathon ist und bleibt eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Mit seinen bis Dienstag 40.125 gemeldeten Teilnehmern aus 120 Ländern ist der VCM die internationalste Sportveranstaltung Österreichs, dazu kommen bekanntlich bis zu 400.000 zuschauende Menschen an der Strecke. Als einer von nur zwölf Marathons in Europa hat die IAAF – zum sechsten Mal in Folge übrigens – den VCM mit dem “Gold Label” ausgestattet.

“Alleine im Vorjahr wurden am Marathon-Tag 750.000 Kilometer gelaufen. Das ist, als ob eine Staffel 18 Mal um die Erde rennt”, rechnete Veranstalter Wolfgang Konrad bei einem Pressegespräch am Dienstag in Wien vor.

“VCM” als Impuls für gesellschaftliche Veränderung

Auch deshalb handle es sich insgesamt um mehr als nur einen Marathon, man entwickle sich zudem stets weiter. “Wir inszenieren im öffentlichen Raum und begeistern mit Emotionen. Und das in der Welthauptstadt der Musik”, so Konrad. “Das Theater der Emotionen wird weitergehen, weil es so gut zu Wien, der lebenswertesten Stadt der Welt, passt. Nichts bewegt in Österreich so sehr, wie der VCM”, ist Konrad überzeugt. Zudem habe man mit dem Marathon eine gesellschaftliche Veränderung erzeugt, hin zu einem aktiveren Lebensstil, also in Richtung Gesundheit.

Neu ist 2017 die sogenannte “easibib”, ein System, mit dem man sich (vorerst nur für die Samstag-Bewerbe) über das Internet rascher und einfacher seine Startnummer sichern kann und bis kurz vor dem Start flexibel bleibt. Bewährt hat sich das Charity-System, dank dem jeder Marathon-Teilnehmer für einen selbst bestimmten Zweck laufen kann. Im Vorjahr kamen insgesamt 155.000 Euro an Spenden für verschiedenste Organisationen zusammen.

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