Das Burgenland ist seit 1964 “rot”

Seit 1964 wird das Burgenland von der SPÖ regiert.
Seit 1964 wird das Burgenland von der SPÖ regiert. - © APA
Das Burgenland ist das Bundesland mit der zweit-längsten SPÖ-Dominanz nach Wien. Seit 1964 ist das Bundesland “rot” – und auch die Landtagswahl 2015 wird daran vermutlich nichts ändern.

Das Burgenland ist eines der vier “roten” Bundesländer. 2010 ging der SPÖ unter Landeshauptmann Hans Niessl zwar die 2005 eroberte Absolute wieder verloren. Aber mit 48,26 Prozent halten die Burgenländer das derzeit stärkste SPÖ-Landtagswahlergebnis.

SPÖ liegt seit 1964 vorn

Um den ersten Platz muss Niessl bei der Landtagswahl im Burgenland auch nicht fürchten. Den holte sich die SPÖ 1964 beim ersten Machtwechsel der Zweiten Republik – und seither hielt sie sich unangefochten vor der ÖVP. Aktuell liegt die SPÖ um mehr als 13 Prozentpunkte vorne, schon seit 2000 ist der Abstand zweistellig. Ihr bisher bestes Ergebnis war 53,22 Prozent im Jahr 1982. Die jetzt 48,26 Prozent sind das sechst-beste der 16 Wahlen.

Ständiger Rückgang der ÖVP

Die ÖVP erlebte, seit sie den ersten Platz verlor, einen ständigen Rückgang – bis zum 2010 eingefahrenen Tiefststand von 34,62 Prozent. Mit nur einer Ausnahme: 2005 gelang der ÖVP der einzige Zuwachs seit 1964.
Auch für die anderen Parteien ist das Burgenland ein schwieriges Pflaster – wenngleich es 2010 sogar eine fünfte Partei schaffte, den Landtag zu erobern: Die Liste Burgenland (LBL) holte sich mit genau der nötigen Anzahl von Stimmen ein Mandat.

FPÖ im Burgenland eher schwach

Die FPÖ war im Burgenland bis 1987 teils gar nicht, teils mit nur einem Mandat im Landtag vertreten, mit Ergebnissen zwischen nur 2,22 und 4,60 Prozent. In der Ära Haider legte sie zwar zu, aber im Vergleich mit den anderen Bundesländern blieben die Burgenland-Blauen eher schwach. Die 8,98 Prozent aus 2010 sind aktuell das zweit-schwächste Ergebnis nach Niederösterreich.

Kein “grünes” Bundesland

Den Grünen gelang erst 2000 der Sprung in den burgenländischen Landtag – und 2010 mussten sie noch bis zur Briefwahl-Auswertung um den Verbleib zittern. Letztlich 4,15 Prozent reichten dafür, sind aber das weitaus schwächste Grüne Landtagswahlergebnis österreichweit.(APA)

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