Bauchschuss in Währing: Verdächtiger und weiteres Opfer ausgeforscht

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Nach dem Bauchschuss in Währing gelang der Polizei eine Festnahme
Nach dem Bauchschuss in Währing gelang der Polizei eine Festnahme - © APA (sujet)
Nachdem ein 30-jähriger Mann spät am Freitagabend durch einen Schuss in den Bauchbereich lebensgefährlich verletzt wurde, ist es der Wiener Polizei nun gelungen, einen Tatverdächtigen auszuforschen. Es soll auch noch ein weiteres Opfer einer Schuss-Attacke geben.

Nach den Schüssen auf einen 30-Jährigen in Wien-Währing von Freitagabend ist ein 41-Jähriger als Täter festgenommen worden. Außerdem stellte sich heraus, dass es ein zweites Opfer gab. Ein weiterer 30-Jähriger erlitt einen Durchschuss am Arm, er wurde nach intensiven Ermittlungen ausgeforscht, sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer am Mittwoch. Hintergrund der Tat war ein Streit im Drogenmilieu.

Festnahme in Wien-Favoriten

Der nach einem Bauchschuss notoperierte 30-jährige Serbe hatte zunächst lediglich angegeben, Zigaretten gekauft zu haben, als plötzlich Schüsse fielen. Der Attacke in der Kreuzgasse sei jedenfalls kein unmittelbarer Streit vorausgegangen, hatte es am Wochenende geheißen. Durch Spurenauswertungen, Vernehmungen und internationale Zusammenarbeit mit Verbindungsbeamten in Serbien führten die Ermittlungen des Landeskriminalamts Wien zu dem 41-Jährigen, teilte die Polizei nun mit.

Der Verdächtige wurde am Dienstag um kurz nach 20.00 Uhr in einer Wohnung in der Inzersdorfer Straße in Wien-Favoriten von Cobra-Beamten festgenommen. Bei ihm wurden Drogen und eine geladene Pistole sichergestellt, bei der es sich vermutlich nicht um die Tatwaffe handelt. Bei der Einvernahme war der 41-Jährige voll geständig. Er wird wegen versuchten Mordes angezeigt und ist in Haft.

Bauchschuss in Währing: Anderes Opfer erlitt Durchschuss

Wie die Polizei das zweite Schussopfer ausforschte, wurde aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt gegeben. Auch ob der 30-Jährige seinen Durchschuss am Arm behandeln ließ, war unklar. Die Männer kannten einander nach eigenen Angaben flüchtig. Die drei serbischen Staatsbürger dürften bei einem Suchtmittelverkauf in Streit geraten sein. Vermutlich waren alle drei als Dealer tätig, sagte Maierhofer. Das Landeskriminalamt Wien führt in dem Fall nun weitere Ermittlungen im Drogenmilieu.

(apa/red)

 

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