Aufbau für das Rock in Vienna: Ein Festival “mit Wiener Trademarks”

Von Amina Beganovic
Zwei Bühnen, genau nebeneinander: Am Rock in Vienna muss man nicht weit gehen.
Zwei Bühnen, genau nebeneinander: Am Rock in Vienna muss man nicht weit gehen. - © Vienna.at/Amina Beganovic
Sieht doch schon mal gut aus: Am 4. Juni startet Wiens erstes Rock in Vienna-Festival. “Wir haben ein Bühnenkonzept, das es noch nie in Österreich gegeben hat”, zeigen sich die Veranstalter stolz. VIENNA.at hat sich am Gelände beim Aufbau umgesehen.

Dass Wiens neues Festival ja so manche Neuheit bieten möchte, wurde bereits mehrfach von den Organisatoren angekündigt. Am Dienstag konnten sich Medienvertreter selbst ein Bild davon machen, wie es am ersten Rock in Vienna tatsächlich aussehen wird.

Zwei Bühnen nebeneinander: “Mind” und “Soul”

Was beim Besuch auf dem Gelände wohl als erstes ins Auge springt, ist der Bühnenbereich – genauer gesagt die beiden Bühnen, die genau nebeneinander stehen (siehe Bild). “Das hat es in der Form noch nie in Österreich gegeben,” erklärt Produktionsleiter Werner Stockinger. “Es wird das erste Festival hierzulande sein, bei dem die Acts abwechselnd auf zwei Bühnen spielen werden. Für die Bands bedeutet das stressfreies Umbauen, für die Besucher gibt es kein Wandern von einer Bühne zu anderen. Man kann sich gemütlich ein Bier holen und einfach auf die nächste Show warten.”

Auch wird es einen eigenen Wavebreaker-Bereich vor den Bühnen geben, ganz klassisch Festival-Style – und gratis. „Wir verlangen kein Extra-Geld für den Wavebreaker, auch wird dieser nicht nach den Shows geräumt. Wer mal ganz vorne bei den Bühnen steht, kann auch dort bleiben.“

Sigmund Freud und Adele rocken

Vierhundert Tonnen Stahl wurden für die insgesamt 110 Meter langen Bühnen verarbeitet – die die klingenden Namen „Mindstage“ und „Soulstage“ tragen.

soul

Das Konzept dahinter: Man wollte am Rock in Vienna wichtige kulturelle „Trademarks“ Österreichs in den Vordergrund rücken. „Österreich hat in dieser Hinsicht so viel zu bieten. Die Mindstage ist Sigmund Freud gewidmet: Am 4. Juni jährt sich der Tag, an dem er vor dem Nationalsozialismus nach England flüchten musste. Er war ein Revoluzzer seiner Zeit, daher passt er auch zu Rock’n’Roll. Ebenso das Klimt-Thema der ‚Adele‘ für die Soulstage. Gustav Klimt war auch ein Freigeist seiner Zeit. Wir wollen nicht zeigen, dass wir die größere Goldkugel als Gery Keszler haben – sondern die goldenen Ornamente regelrecht explodieren lassen, als Symbol für Power und Energie, losgelöst von starren Strukturen. Auch das ist eine schöne Analogie für den Rock,“ erklärt Bühnendesigner Joachim Lütke die Idee hinter dem Konzept.

Auch im kommenden Jahr – denn ein weiteres Rock in Vienna soll definitiv folgen, heißt es – wolle man mit den Bühnen Kulturgüter Österreichs, also österreichischen “Trademarks” untermalen.

Rock in Vienna: Eingang und Anfahrt

Für die erwarteten 30.000 Besucher des Festivals wird es einen zentralen Haupteingang geben, die Anfahrt bewerkstelligt man am besten über die U6 bis zur Station „Neue Donau“ oder mit der Straßenbahnlinie 31 bis „Floridsdorfer Brücke“.

„Wir empfehlen dringend die Anfahrt mit den Öffis, da es keinen eigenen Festivalparkplatz geben wird. Die Leute tun sich also keinen Gefallen, wenn sie mit dem Auto kommen wollen – man lässt den Wagen am besten bei einer Park&Ride-Anlage stehen und fährt öffentlich weiter,“ empfiehlt Produktionsleiter Stockinger.

Langes Warten und Anstellen bei den Kassen soll es nicht geben, man habe „ausreichend Personal“, das für ein schnelles Fortkommen sorgen werde, versprechen die Veranstalter. Sechs Kanäle führen die Besucher von allen Seiten der Insel auf das Gelände.

Und wer besonders pünktlich sein möchte: Der Hauptbereich öffnet am Donnerstag und Freitag bereits ab 12.00 Uhr, am Samstag ab 11.00 Uhr. Die ersten Acts spielen am 4. Juni ab 14.00 Uhr, am 5. Juni am 13.30 Uhr und am 6. Juni ab 12.00 Uhr.

„Dieses Festival wird ganz anders als alles bisher gewesene, auch der Service wird besser werden,“ versprechen die Veranstalter weiters.

Sonnenschein und Sicherheit

Das Wetter scheint in jedem Fall mitzuspielen, derzeit sieht es nicht so aus, als würde das erste Rock in Vienna „ins Wasser“ fallen müssen. Mit dem Aufbau sei man über den Zeitplan hinaus, weil das gute Wetter für ein rasches Weiterkommen gesorgt hat.

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“Die Leute brauchen keinen Regenschutz – einfach Sonnencreme, Kappen und gute Laune mitbringen. Den Rest machen wir,” ist Stockinger zuversichtlich.

In Sachen Sicherheit verlasse man sich auf ein „ausgeklügeltes Konzept“ und die „enge Zusammenarbeit mit den Behörden“. „Die Leute sollen das erste Rock in Vienna einfach genießen können, wir werden dafür sorgen.“

Mehr Infos zum Rock in Vienna 2015.

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