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Akademikerball 2018 eröffnet: Entspannte Stimmung in der Hofburg

Der Akademikerball 2018 wurde eröffnet
Der Akademikerball 2018 wurde eröffnet ©APA
Der Akademikerball 2018 in der Wiener Hofburg wurde bereits Stunden vor der offiziellen Eröffnung im Zuge eines Dinners von rund 750 Gästen besucht, die Stimmung war dabei vorwiegend entspannt.
Erste Bilder von den Demos
Sperren in der Innenstadt

Zahlreiche Polizisten waren vor dem Eingang postiert, ebenso etliche Journalisten. Die nach und nach eintreffenden Besucher gaben sich überwiegend wortkarg. In der Hofburg selbst sorgten Metalldetektoren und hochauflösende Kameras samt Gesichtserkennungssoftware für Sicherheit.

>> Zur LIVE-Berichterstattung rund um den Akademikerball

Akademikerball 2018 in der Wiener Hofburg eröffnet

Rund 750 Gäste waren zum vier Stunden vor der Eröffnung anberaumten Dinner gekommen. Wortspenden gab es kaum, eine Dame verurteilte jedoch das NS-verherrlichende Liederbuch der Burschenschaft “Germania zu Wiener Neustadt”. Hier gehörten strafrechtliche Konsequenzen gezogen, sagte sie. Zum Akademikerball gehe sie, weil mehr Platz zum Tanzen als auf anderen Bällen sei. Auch freiheitliche Prominenz war bereits am frühen Abend erschienen. So etwa der Nationalratsabgeordnete Maximilian Krauss und Burgenlands Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz. Insgesamt erwartet Organisator Udo Guggenbichler rund 2.500 Ballgäste. Am Eingang wurden die Besucher darauf aufmerksam gemacht, dass Fotos, Ton- und Videoaufnahmen nur mit Genehmigung des Veranstalters erlaubt sind.

Demonstrationen friedlich gestartet

Der von der FPÖ ausgerichtete Akademikerball in der Wiener Hofburg hat auch heuer wieder Demonstranten auf die Straße getrieben. Der erste – kleinere – Protestzug war am Nachmittag in Wien-Brigittenau gestartet und vereinigte sich um cirka 17.00 Uhr mit der breiter angelegen Demonstration, die sich bei der Universität Wien formierte. Zwischenfälle gab es bisher keine. Die mehreren hundert Teilnehmer des großen Protestzuges befanden sich gegen 18.00 Uhr noch vor der Universität. Zuvor waren die rund 30 Teilnehmer der kleineren Kundgebung dazugestoßen – begleitet von Sprechchören wie “Was bedeuten Schwarz und Blau? Rassismus und Sozialabbau”. Auf Plakaten hieß es “Lasst die Nazis nicht regieren” und auf Aufklebern wurde die Regierungsspitze mit durchgestrichenen Gesichtern von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) ins Visier genommen.

Die geplante Route der größeren Demonstration sollte über die Zweierlinie beim Museumsquartier bis zur Opergasse/Ecke Girardipark beim Karlsplatz führen, wo auch die Schlusskundgebung dieser Veranstaltung geplant war. Von dort soll dann ab zirka 19.00 Uhr ein dritter Demozug starten. Dieser wird über den Getreidemarkt, die Museumsstraße und den Ring hinter das Burgtheater führen, wo eine der zwei Standkundgebungen geplant ist. Eine zweite wird am Maria-Theresien-Platz abgehalten, dabei wollen die Veranstalter am Vorabend des Holocaust-Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern.

Platzverbot rund um die Hofburg

Kurz nach 17.00 Uhr trat das weiträumige Platzverbot rund um die Hofburg in Kraft. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch zahlreiche Passanten und Touristen in diesem Bereich. Sie wurden von der Polizei aufgefordert, die Zone langsam zu verlassen, wie Polizei-Sprecher Paul Eidenberger sagte. Innerhalb der Sperrzone waren auch zwei Wasserwerfer aufgefahren. Auch Teile der Ringstraße wurden kurz nach 17.00 Uhr gesperrt. Es gab aber nur geringes Verkehrsaufkommen, wie die Polizei mitteilte. Die Proteste gegen den Ball und die damit einhergehenden Platzsperren rund um die Hofburg führen auch heuer wieder zu umfangreichen Verkehrsbehinderungen: Betroffen sind neben dem Ring auch der Bereich Augartenstraße und Augartenbrücke. Mit Verkehrsbehinderungen und Umleitungen ist aber auch auf der Zweierlinie, der Burg- und Neustiftgasse, dem Rennweg, der Prinz-Eugen-Straße, im Raum Schwarzenbergplatz und Karlsplatz sowie auf einzelnen Straßenzügen in Brigittenau und der Leopoldstadt zu rechnen.

Die Polizei empfahl bereits im Vorfeld, die Innenstadt ab dem Nachmittag großräumig zu umfahren. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind eingeschränkt unterwegs. Der Betrieb der Autobuslinien 1A, 2A und 3A ist bis Betriebsschluss eingestellt. Die Linie 71 fährt nur zwischen Zentralfriedhof 3. Tor und Schwarzenbergplatz. Das Medieninteresse war groß, laut Polizei waren rund 200 Medienvertreter für die Sperrzone akkreditiert. Mit allzu großen Störaktionen rechnete man seitens der Behörde nicht: Man erwarte “grundsätzlich friedliche Demonstrationen”, sagte die Leiterin der Pressestelle der Wiener Polizei, Daniela Tunst, am Nachmittag zur APA. Einzelne Störaktionen können natürlich nie ausgeschlossen werden, betonte sie aber.

Teilnehmerzahl laut Polizei bei 8.000

Die Zahl der Teilnehmer der Demonstration gegen den Akademikerball ist laut Polizei am Freitagabend auf rund 8.000 angewachsen. Das sagte eine Polizeisprecherin gegenüber der APA. Die Demonstration traf um etwa 19.30 Uhr im Girardipark/Ecke Operngasse beim Karlsplatz ein, wo eine erste Schlusskundgebung stattfand. Danach war ein weiterer Protestzug bis zum Burgtheater angesetzt.

>> Alle News und Infos zum Akademikerball 2018

(APA/Red)

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