17-jährigen Sohn in Wien mit heißem Wasser verbrüht: Prozess

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Dem Vater wird nun der Prozess gemacht.
Dem Vater wird nun der Prozess gemacht. - © APA
Am kommenden Dienstag steht ein 58 Jahre alter Mann in Wien vor Gericht, der seinen 17-jährigen Sohn in Floridsdorf mit siedend heißem Wasser übergossen und anschließend mit einem Messer niedergestochen haben soll.

“Papa, bring mich nicht um”, rief der verbrühte Jugendliche, nachdem er sich in Todesangst unter einen Schreibtisch geflüchtet und zusammengekauert hatte, um den Stichen zu entgehen.

Die Anklage lautet auf versuchten Mord. Die Bluttat in der Draugasse spielte sich in der Wohnung ab, in der der 58-Jährige bis zu seiner Scheidung lebte. Nach der Trennung von seiner Frau musste er dort ausziehen. Nachdem er am 7. Mai 2016 in einem Lokal reichlich Alkohol konsumiert hatte, rief er am späten Abend bei seiner Tochter an und bettelte, ob er ausnahmsweise “zu Hause” schlafen dürfe.

Vater attackierte 17-Jährigen Sohn mit heißem Wasser

Die Tochter hielt mit ihrer Mutter Rücksprache und brachte schließlich den alkoholisierten Mann mit deren Einverständnis in die einst eheliche Wohnung, die sie gemeinsam mit der Mutter und einer jüngeren Schwester dann wieder verließ. Die Frauen befürchteten Schwierigkeiten mit dem 58-Jährigen, daher fassten sie den Entschluss, bei Bekannten zu übernachten. Einzig der 17-jährige Sohn blieb in der Wohnung, der stark verkühlt war und schon den ganzen Tag das Bett gehütet hatte.

Mitten in der Nacht stand plötzlich der Vater mit heißem Wasser neben dem schlafenden Burschen und schüttete ihm dieses laut Anklage ins Gesicht. Der Jugendliche ließ sich aus dem Bett fallen, indem er am Boden liegend nach dem mit einem Messer Bewaffneten trat, gelang es ihm schließlich, den 58-Jährigen zu Fall zu bringen. Diese Gelegenheit nutzte der Verletzte, um aus der Wohnung zu flüchten.

(APA)

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