Zweijährige starb nach Strafdusche in Wien: Gutachten im Fall Leonie erwartet

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Nach einer "Strafdusche" starb die zweijährige Leonie aus Wien-Floridsdorf.
Nach einer "Strafdusche" starb die zweijährige Leonie aus Wien-Floridsdorf. - © dpa
Die zweijährige Leonie ist nach einer Erziehungsmaßnahme im November 2014 ums Leben gekommen: Sie wurde zur Strafe unter die Dusche gestellt und hat dabei schwere Verbrennungen erlitten. Nun wird untersucht, ob ein technischer Defekt beim Wasserboiler der Familie vorlag.

Im Fall der zweijährigen Leonie, die nach einer angeblichen “Strafdusche” im November in Wien-Floridsdorf gestorben ist, soll diese Woche das medizinische Gutachten vorliegen. “Es wurde mir für die erste Jänner-Woche zugesagt”, sagte der Verteidiger des angeklagten Vaters, Roland Friis, am Montag. In dem Gutachten soll geklärt werden, ob die Verbrennungen zum Tod geführt haben.

Mängel am Wasserboiler werden untersucht

Einem technischen Gutachten zufolge soll es laut einem Bericht von Orf.at in Bezugnahme auf einen entsprechenden Beitrag von “Wien heute” am Montagabend Mängel am Wasserboiler gegeben haben. Demnach sei eine Verstellung der Temperatur nicht möglich und der Boiler stets auf 72 Grad hochgefahren. Für den Verteidiger untermauert dies die Rechtfertigung des Verdächtigen, er habe das Mädchen versehentlich mit brennheißem Wasser abgeduscht.

Wie Friis gegenüber der APA sagte, wurde mehrfach ein Installateur gerufen, der den Defekt aber offenbar nicht behoben hat. Ob dem Vater zum Tatzeitpunkt bewusst gewesen ist, dass der Regler nicht funktionierte, ist unklar. (APA)

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