Zusätzliche Notschlafstellen: Winterwetter sorgt bei Caritas für Hochbetrieb

Die Caritas hilft in den Wintermonaten mit mehreren Notschlafstellen aus.
Die Caritas hilft in den Wintermonaten mit mehreren Notschlafstellen aus. - © APA/GEORG HOCHMUTH
Die Caritas öffnet aufgrund der eisigen Temperaturen zusätzliche Notschlafstellen, kündigte der Caritas-Präsident Michael Landau am Dienstag an. Die Häuser in Salzburg, Linz, Graz und Wien seien beinahe völlig ausgelastet.

Zugleich appellierte Landau an die Hilfsbereitschaft: Mit 50 Euro erhält ein Obdachloser einen winterfesten Schlafsack und eine warme Mahlzeit. Mit 33 Euro können Mutter und Kind in einer Notschlafstelle untergebracht und versorgt werden.

Das Haus Franziskus in Salzburg sei derzeit voll ausgelastet. Es wurden Notbetten aufgestellt, um zusätzlichen Platz zu schaffen. Menschen, die aufgrund von psychischen Erkrankungen, Sucht oder Scham dieses Angebot nicht annehmen, werden von Streetworkern aufgesucht, die warme Decken und Schlafsäcke sowie wärmende Getränke wie Tee und Kaffee ausgeben.

Wärmestuben in Linz und Graz laufen auf Hochtouren

In der Wärmestube in Linz werden aktuell mehr Schlafsäcke und Isomatten ausgegeben als im Regelfall. Der Ruheraum war voll belegt, tagsüber gab es eine zusätzliche Ruhezone. Zudem wurden mehr Übernachtungsgutscheine für die Notschlafstelle ausgegeben.

In Graz war erstmals ein Kältetelefon im Einsatz. Wer einen Menschen in den Abendstunden im Freien wahrnimmt, kann dort anrufen, um Hilfe zu organisieren. Die Caritas Helfer suchen die Person auf und finden einen Platz in einer der Notschlafstellen. Wenn Menschen dieses Angebot nicht annehmen wollen, erhalten sie ein Wärmepaket bestehend aus Decke, Tee und Schlafsack.

Notquartiere auch in Wien gut besucht

Auch in Wien suchten mehr Menschen in den Wärmestuben der Caritas Zuflucht vor der Kälte. Die Notquartiersbetten waren gut ausgelastet, im Bedarfsfall standen weitere bereit. In der Obdachloseneinrichtung Gruft wurden rund 600 warme Mahlzeiten pro Tag ausgegeben. Für all jene, die nicht in die Einrichtungen kommen, war ein zusätzliches Caritas Streetwork-Team im Einsatz.

(APA/red)

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